Überfüllte Wertstoffinseln sind immer wieder ein Thema. Aber das Bild vor vielen Altglas-Containern der Stadt erreicht zum Jahresstart neue Dimensionen.
München – Sind es hunderte? Wohl eher tausende! Es ist ein Flaschenmeer! Seit Silvester quillen manche Altglas-Container in München – etwa an der Zenettistraße, der Palmstraße (beide Isarvorstadt) oder an der Postwiese in Haidhausen– derart über, dass Passanten reihenweise Fotos davon machen. „Immerhin sind die Flaschen ganz brav nach Farben geordnet“, scherzt Angelika Schmidt, Anwohnerin im Glockenbachviertel. Für die einen ist es ein spektakuläres Bild, für die anderen ein großes Ärgernis.
Stadtrats-Antrag gegen Vermüllung in München – Situation ist „eine Zumutung“
Manuel Pretzl, CSU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, fordert jetzt den Abfallwirtschaftsbetrieb München in einem Antrag auf, sich „umgehend“ mit den für die Münchner Wertstoffinseln zuständigen Firmen Remondis und Wittmann in Verbindung zu setzen, um „das Chaos und die Vermüllung“ zu unterbinden. Es sei allseits bekannt, dass um den Jahreswechsel viel Leergut anfalle. Solche Bilder seien „eine Zumutung“.
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Stadt erklärt Zustand: können „keine direkten Aufträge an Entsorgungsunternehmen erteilen“
Waren die Münchner heuer trinkfreudiger? Fakt ist: An Weihnachten und Silvester fällt immer mehr Altglas an. Heuer kommen besonders viele Feiertage an Werktagen dazu, an denen nicht geleert werden kann. Auf tz-Anfrage heißt es von Remondis: „Um die Mehrmengen nun möglichst zügig einzusammeln, arbeiten die Kollegen vor Ort aktuell mit fünf Fahrzeugen und zusätzlichem Laderpersonal (...).“
Für die Abfuhrrhythmen könne man nichts. Auch der Münchner Abfallwirtschaftsbetrieb weist die Schuld von sich: Die Stadt könne „keine direkten Aufträge an die Entsorgungsfirmen erteilen, da die Leistungen von den dualen Systemen bezahlt werden müssen.“ Na dann Prost!
Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/ dpa


