VonFelix Herzschließen
Beim diesjährigen Derblecken geht es erwartet derbe los. Kabarettist Schafroth legte los und lederte ordentlich gegen Söder, Aiwanger und Schulze.
München – Auf dem Nockherberg findet am Mittwochabend, 28. Februar, das politische Derblecken statt. Dabei nahm Kabarettist Maxi Schafroth zu Beginn vor allem Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Katharina Schulze (Grüne) aufs Korn.
Aiwanger bekommt sein Fett weg – „Wirbellose Existenz“
Zu Beginn seiner Fastenpredigt ging Schafroth ordentlich auf Söder und Aiwanger los, hob deren verbale Entgleisungen hervor und kritisierte, versteckt durch scheinbare Komplimente, deren Aufhetzen der Stimmung, deren initiierte Spaltung der Bevölkerung. „Wir sind in Bayern, wir brauchen kein Gras, wir sind auch ohne Drogen bsoffen“, fasste Schafroth zusammen.
Dann ging es direkt auf Aiwanger: Schafroth verglich ihn mit einem zündelnden „Borkenkäfer“, der spalten müsse, um Feuer zu entfachen, wie man einen gespaltenen Baum auch besser anzünden könne, als einen gesunden Stamm. Dass Aiwanger es schaffe, von unten oben draufzuhauen, sei auch nur möglich, da er eine „wirbellose Existenz“ sei, so Schafroth. Seine Tirade gegen den Wirtschaftsminister endete Schafroth mit einer Anspielung auf den Zettel-Skandal Aiwangers – welche Söder lachend und klatschend zur Kenntnis nahm.
Söder bekam dann aber auch sofort einen Seitenhieb ab: „Markus Söder hat eine Körperspannung wie ein Säugling, dem man den Schnuller weggenommen hat“, so Schafroth. „Der Hubert ist verhaltensauffällig, der Söder sagt ‚nein, der ist hochbegabt‘“, schloss Schafroth sein erstes Segment.
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Auch Katharina Schulze wird aufs Korn genommen – mit heftigen Worten
Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayerischen Landtag, war als Nächstes dran. Dass sie ebenfalls anwesend sei, nahm Schafroth lachend zur Kenntnis. Sie hocke da, wie „ein geköpftes Maiglöckchen“, habe wohl derzeit „Biene-Maja-Burnout“.
Kühnert, quasi der Abgesandte der Ampel an diesem Abend, musste sich vor allem anhören, dass sein SPD-Bundeskanzler Olaf Scholz mehr schlafe, als regiere. (fhz)
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