VonChristina Jachert-Maierschließen
Marienstein – Schwerlaster sollen in Marienstein grundsätzlich nicht schneller als 30 km/h fahren dürfen, um der Sicherheit der Kinder willen.
Das hat Rudi Reber als Sprecher der ABV-Fraktion angeregt, und so hat es der Waakirchner Gemeinderat beschlossen. Aber ist ein solches Gebot für den ganzen Ortsbereich überhaupt möglich? Eben dies werde gerade geprüft, erklärt Gemeinde-Geschäftsleiter Franz Schweiger. Es handle sich um eine Gemeindestraße, weshalb die Kommune in eigener Regie entscheiden könne. Aber er habe die Polizei um eine Stellungnahme gebeten. Die liege ihm noch nicht vor. „Aber ich bleibe dran“, versichert Schweiger.
Grundsätzlich gelte es zu prüfen, ob eine solche Regelung tatsächlich notwendig und verhältnismäßig sei, meint das Landratsamt, das in dieser Angelegenheit aber nur beratende Funktion hat. Es stelle sich die Frage, ob eine solche Beschränkung überhaupt eine Wirkung entfalten und überwacht werden könne, macht Pressesprecher Gerhard Brandl deutlich. Schließlich solle sie nicht nur der Schilderwald wachsen lassen. Um die Notwendigkeit beurteilen zu können, sei eine Bestandsaufnahme nötig: Wie viele Lkw fahren überhaupt durch Marienstein und mit welchem Tempo?
Unterdessen hofft Reber, dass die Bitte Gehör findet. Ein Mariensteiner, selbst Lkw-Fahrer und Vater eines Kleinkinds, habe ihn gebeten, den Antrag in den Gemeinderat zu bringen, berichtet Reber. Zwar seien die meisten Schwerlaster auch jetzt schon in dem kleinen Ort nur langsam unterwegs, meint Reber: „Aber es gibt schon auch welche, die eher mit 60 Sachen durchfahren.
