Nach sechs Jahren Vorarbeit folgt endlich der Spatenstich: für einen Radweg zwischen Münsing und Weipertshausen. Zum historischen Termin hat sich eine prominente bayerische Politikerin angekündigt.
Münsing – Nach sechs Jahren Vorarbeit ist es nun soweit: Am kommenden Freitag, 24. August, erfolgt um 14 Uhr der erste symbolische Spatenstich für den lang ersehnten Radweg zwischen Münsing und Weipertshausen an der Staatsstraße 2065. Ilse Aigner, Ministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, wird ihn persönlich mit Vertretern des Staatlichen Bauamts Weilheim und der Gemeinde Münsing vornehmen. Im Anschluss findet der Spatenstich für den Radweg zwischen Lenggries und der Jachenau entlang der St 2072 statt.
„Wir haben seit 2012 um jeden Quadratmeter Grunderwerb gerungen und die Planung einschließlich naturschutzfachlicher Zusatzleistungen vorangetrieben“, erklärt Bürgermeister Michael Grasl. Die Kommune habe 136 000 Euro und „sehr viel an hier nicht bezifferter Arbeitsleistung“ eingebracht. Grasl freut sich, dass sich die Mühe gelohnt hat und das Staatliche Straßenbauamt in Weilheim jetzt im Auftrag des Freistaats das Projekt realisiert.
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Dank der neuen Verbindung könnten Radfahrer künftig sicher über Weipertshausen nach Ammerland-Nord und in Richtung Osten nach Schwabbruck/Buchsee gelangen. Mittelfristig, so hofft Grasl, werde auch der Lückenschluss nach Berg einschließlich saniertem Waldstück gelingen. Dort müsste ein begleitender Weg entlang der Staatsstraße gebaut werden. Für diesen Abschnitt würden allerdings noch Grunderwerbsverhandlungen und Detailplanungen anstehen. Die Federführung liege ebenfalls beim Staatlichen Bauamt in Weilheim.
Obwohl der Fahrradtourismus – auch dank des E-Bikes – in der Vergangenheit deutlich zugenommen hat, sind die Verfahren für den Bau von Radwegen nicht einfacher geworden. Es werden zum Beispiel spezielle artenschutzrechtliche Prüfungen gefordert.
Wie Grasl berichtet, ist die Gemeinde über Beziehungen zum Landtag in das entsprechende Bauprogramm für begleitende Radwege gekommen. Dadurch, dass das Staatliche Bauamt die Ausführung übernehme, habe Münsing eine Baumaßnahme weniger. „Wir freuen uns vor allem für die Kinder, Familien, Urlauber und älteren Menschen auf dem Fahrrad, aber auch für die Spaziergänger und Jogger“, so Grasl.
Ein weiteres großes Ziel sei immer nich ein Radweg von Münsing nach Ammerland. Mit der Beschilderung ab dem Fasanerieweg/Kellerweg und der Ertüchtigung eines Feldwegs Richtung See habe man aber eine gute Zwischenlösung geschaffen. tal