VonTobias Gehreschließen
Kurze Zeit nach dem Ende der Amperbrücken-Sperrung in Fürstenfeldbruck drohen auf einer anderen Hauptverkehrsachse im Landkreis neue Staus. Betroffen ist diesmal die so genannte Spange in Germering, über die tagtäglich tausende Pendler rollen.
Germering – Weil die Stadt parallel zu der Staatsstraße einen Radweg errichtet, ist die rechte Spur in Richtung Süden zur Lindauer Autobahn bis voraussichtlich Mitte Juli gesperrt. Betroffen ist der Abschnitt zwischen dem Einkaufszentrum GEP und dem Stadion des SV Germering.
„Zu den Stoßzeiten kann es zu Beeinträchtigungen kommen“, sagt Germerings Stadtbaumeister Jürgen Thum. Auch der Polizei-Vize der Stadt, Andreas Ruch, sieht im Berufsverkehr schwere Zeiten auf die Autofahrer zukommen. „Das wird nicht ohne Folgen bleiben“, so Ruch.
Der totale Verkehrsinfarkt wird aber wohl ausbleiben. Denn die als Spange bezeichnete Staatsstraße hat an dieser Stelle insgesamt vier Spuren. Deshalb könne man auch auf eine davon verzichten, sagt Jürgen Thum. Zudem habe der Verkehr auf der Spange seit Eröffnung der A 99 deutlich abgenommen. Doch auch die ist mittlerweile regelmäßig überlastet – vor dem Aubinger Tunnel kommt die Blechlawine häufig zum Stehen. Für findige Autofahrer ist somit die Spange zur Umfahrung des Autobahn-Staus geworden.
Spuren verschwenkt
Dass die eine Spur auf der Spange überhaupt gesperrt werden muss, liegt laut Jürgen Thum an den beengten räumlichen Verhältnissen. Für den Radweg steht nur ein schmaler Streifen zwischen Fahrbahn und Privatgrund zur Verfügung. Die rechte Spur der Spange werde daher als Platz zum Arbeiten und als nötiger Sicherheitsabstand zum fließenden Verkehr gebraucht.
Provisorische Ampelmasten
Um diesen zu lenken, wurden im Bereich der Baustellen die Spuren verschwenkt. Die Geschwindigkeit ist auf 30 Stundenkilometer beschränkt. Außerdem wurde die Ampelschaltung an beiden Enden der Baustelle den veränderten Bedingungen angepasst. „Wir wollen den Verkehr am Fließen halten“, sagt Stadtbaumeister Thum. Dazu mussten Arbeiter allerdings provisorische Ampelmasten aufstellen. Die bestehende Ampelanlage habe aus technischen Gründen nicht umprogrammiert werden können.
Mit dem neuen Radweg will die Stadt eine Lücke schließen. Ist er fertig, wird es eine durchgehende Nord-Süd-Verbindung durch Germering geben.(tog)
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