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München gewinnt – „Fußgängerfreundlichste Stadt der Welt“

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Für Fußgänger soll München die beste Stadt der Welt sein – sagt eine australische Studie. In den Kategorien Radwege und Sicherheit steht die Landeshauptstadt ganz vorne.

München - Für Fußgänger, Radfahrer und Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel soll München ein Traum sein - die fußläufigste Stadt der Welt! Dabei ist München für viele Menschen eher als Autostadt bekannt. Laut der Studie von „Compare the Market Australia“ liegt die Landeshauptstadt jedoch insgesamt ganz vorne.

Englischer Garten und Sehenswürdigkeiten der Stadt nah beieinander: komfortabel für Fußgänger.

Top Ten sind fast nur europäische Städte

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Insgesamt hat es nur Tokyo als nicht-europäische Stadt in die zehn fußgängerfreundlichsten Städte geschafft. Nach München stehen noch Mailand und Warschau auf dem Treppchen. Aber wie hat sich München nun gegen die anderen Kandidaten in dem Ranking durchgesetzt? Denn nur mit dem Ticketpreis für die öffentlichen Verkehrsmittel würde es die Landeshauptstadt gerade einmal auf den drittletzten Platz schaffen, doch die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel sind nur eine der Kriterien.

Freier Blick auf Wildtiere, Auszeit in ursprünglicher Natur: Die schönsten Spaziergänge in München

Für einen längeren Spaziergang ideal: Die Blutenburg im Münchner Westen. An der Würm entlang von Naherholungsgebieten bis hin  zum Schloss kann man hier eine Reise in die Vergangenheit der Stadt erleben. Wer Glück hat, kann sogar einen der Märkte auf der Anlage entdecken.
Für einen längeren Spaziergang ideal: Die Blutenburg im Münchner Westen. An der Würm entlang von Naherholungsgebieten bis hin zum Schloss kann man hier eine Reise in die Vergangenheit der Stadt erleben. Wer Glück hat, kann sogar einen der Märkte auf der Anlage entdecken. © IMAGO / Peter Widmann
Sie ist der vielleicht größte Natur-Schatz Münchens: Die Isar. Der Charakter der „Reißenden“ kommt besonders dann zur Geltung, wenn viel Regen gefallen ist. Doch unabhängig von Witterung und Wasserstand ist ein Spaziergang am Alpen-Fluss wie ein Ausflug in die freie Natur. Dabei kann man auch, wie hier im Bild, den Isar-Kanal Richtung Süden aufsuchen: Weniger Trubel als etwa an der Fraunhoferstraße ist garantiert.
Sie ist der vielleicht größte Natur-Schatz Münchens: Die Isar. Der Charakter der „Reißenden“ kommt besonders dann zur Geltung, wenn viel Regen gefallen ist. Doch unabhängig von Witterung und Wasserstand ist ein Spaziergang am Alpen-Fluss wie ein Ausflug in die freie Natur. Dabei kann man auch, wie hier im Bild, den Isar-Kanal Richtung Süden aufsuchen: Weniger Trubel als etwa an der Fraunhoferstraße ist garantiert. © Lucas Sauter Orengo
Es ist vielleicht sein großes Glück: Nicht jeder kennt den Bavaria Park im Rücken der Mama Bavaria auf der Theresienwiese. Der ruhige Park lädt ein, um mitten im Stadt-Trubel durchzuschnaufen. Uralte Baumbestände und Tiere wie Igel, Eichhörnchen und Rabe begleiten einen gemütliche Auszeit.
Es ist vielleicht sein großes Glück: Nicht jeder kennt den Bavariapark im Rücken der gleichnamigen Mama Bavaria auf der Theresienwiese. Der ruhige Park lädt ein, um mitten im Stadt-Trubel durchzuschnaufen. Uralte Baumbestände und Tiere wie Igel, Eichhörnchen und Rabe begleiten einen bei einer gemütlichen Auszeit. © Lucas Sauter Orengo
Mitten in München Wildtiere beobachten? An der Schlossmauer im Nymphenburger Park nicht unmöglich. Wenn‘s ruhig ist und man Glück hat, kann man Rehe beobachten, die hier daheim sind. Und wer Pech hat, genießt die prächtige Parkanlage, die einen Eintauchen lässt, in Zeiten der Könige in Bayern.
Mitten in München Wildtiere beobachten? An der Schlossmauer im Nymphenburger Park nicht unmöglich. Wenn‘s ruhig ist und man Glück hat, kann man Rehe beobachten, die hier heimisch sind. Und wer Pech hat, genießt die prächtige Parkanlage, die einen eintauchen lässt, in Zeiten der Könige in Bayern. © Lucas Sauter Orengo
München als Großstadt: Ein Spaziergang im Olympiapark gibt einem den Hauch von Central-Park-Gefühlen. Der Blick auf die altehrwürdigen Sportstätten und den Olympiaturm fügt sich wie angegossen zu der überall vorhandenen Natur. Und wer es sportlich mag, kann auf den Hügel hinauf und den Ausblick genießen.
München als Großstadt: Ein Spaziergang im Olympiapark gibt einem den Hauch von Central-Park-Gefühlen. Der Blick auf die altehrwürdigen Sportstätten und den Olympiaturm fügt sich wie angegossen zu der überall vorhandenen Natur. Und wer es sportlich mag, kann auf den Hügel hinauf und den Ausblick genießen. © IMAGO / imagebroker
Wie ein Streifen zieht sich der Westpark in München zwischen Schwanthalerhöhe bis nach Sendling. Weite Wiesen, kleine Seen und Bäche erzählen noch heute von der Gründung des Parks: Die Gartenausstellung 1983. Sogar eine kleine Fernreise kann man dabei erleben, wenn man das Ostasien-Ensemble mit China- und Japangarten, der Nepalesischen Pagode und der Thailändischen Sala mit Buddha-Statue als Ziel ausmacht.
Wie ein Streifen zieht sich der Westpark in München zwischen Schwanthalerhöhe bis nach Sendling. Weite Wiesen, kleine Seen und Bäche erzählen noch heute von der Gründung des Parks: Die Gartenausstellung 1983. Sogar eine kleine Fernreise kann man dabei erleben, wenn man das Ostasien-Ensemble mit China- und Japangarten, der Nepalesischen Pagode und der Thailändischen Sala mit Buddha-Statue als Ziel ausmacht. © IMAGO / Val Thoermer
Es ist ein Spaziergang der etwas anderen Art, und doch ein echter Klassiker: Zwischen den Ruinen der gefühlt weit entfernten Wiesn, und den Bauarbeiten für das Winter-Tollwood mutet ein Herbst-Spaziergang auf der Theresienwiese wie eine Reise durch die Zeit an. Alleine ist man dabei selten: Gassi-Geher oder Windsurfer geben dem urbanen Bild ein lebendiges Flair.
Es ist ein Spaziergang der etwas anderen Art, und doch ein echter Klassiker: Zwischen den Ruinen der gefühlt weit entfernten Wiesn, und den Bauarbeiten für das Winter-Tollwood mutet ein Herbst-Spaziergang auf der Theresienwiese wie eine Reise durch die Zeit an. Alleine ist man dabei selten: Gassi-Geher oder Windsurfer geben dem urbanen Bild ein lebendiges Flair. © IMAGO / Michael Westermann
Er war der erste seiner Art in Europa: Der Waldfriedhof in München. Wie ein Nationalpark mutet die urige Natur an, zwischen die sich Grabstätten ihren Platz geschaffen haben. Die Wege sind geschwungen und haben teilweise den Charakter von Waldpfaden. Biotopbereiche und ein kleiner See geben einen schönen Rahmen für einen Herbst-Spaziergang mitten in der Stadt.
Er war der erste seiner Art in Europa: Der Waldfriedhof in München. Wie ein Nationalpark mutet die urige Natur an, zwischen der sich Grabstätten ihren Platz geschaffen haben. Die Wege sind geschwungen und haben teilweise den Charakter von Waldpfaden. Biotopbereiche und ein kleiner See geben einen schönen Rahmen für einen Herbst-Spaziergang mitten in der Stadt. © IMAGO / Jürgen Schwarz
Man muss schon ganz genau hinsehen, um ihn nicht zu übersehen: Der alte Südfriedhof. Zwischen Isarvorstadt und Glockenbachviertel macht sich der wie ein Urwald anmutende Grünstreifen breit. Eichhörnchen springen über jahrhunderte Alte Gräber, historische Persönlichkeiten Münchens verbringen ihre letzte Ruhe. Ein ideale Oase um den Stadt-Trubel in prächtigen Herbst-Farben zu vergessen.
Man muss schon ganz genau hinsehen, um ihn nicht zu übersehen: Den alten Südfriedhof. Zwischen Isarvorstadt und Glockenbachviertel macht sich der wie ein Urwald anmutende Grünstreifen breit. Eichhörnchen springen über jahrhundertealte Gräber, historische Persönlichkeiten Münchens sind hier beerdigt. Eine ideale Oase um den Stadt-Trubel in prächtigen Herbst-Farben zu vergessen. © IMAGO / Heinz Gebhardt
Es ist der Spaziergangs-Klassiker in München: Der Englische Garten. Mit seiner 375 Hektar großen Grünanlage gehört er zu den größeren Parkanlagen der Welt. Zwischen Monopteros und Eisbach tummeln sich im Sommer Sonnenanbeter und Badefreunde, im Herbst verwandelt sich der Park dann in einen Ort zum Krafttanken. Wer fernab von Trubel die Seele baumeln lassen möchte, dem sei der Nordteil des Englischen Gartens empfohlen - hier hört man das Rauschen des Eisbachs und das Fallen der Blätter ohne Störung.
Es ist der Spaziergangs-Klassiker in München: Der Englische Garten. Die 375 Hektar große Grünanlage gehört zu den größeren Parkanlagen der Welt. Zwischen Monopteros und Eisbach tummeln sich im Sommer Sonnenanbeter und Badefreunde, im Herbst verwandelt sich der Park dann in einen Ort zum Krafttanken: Wer fernab von Trubel die Seele baumeln lassen möchte, dem sei der Nordteil des Englischen Gartens empfohlen - hier hört man das Rauschen des Eisbachs und das Fallen der Blätter fast ganz ohne Nebengeräusche. © IMAGO / Wolfgang Maria Weber

Radwege, Sicherheit und Wohnviertel überzeugen

Doch in gleich mehreren Kategorien der australischen Studie kann München überzeugen – wie etwa das Vorkommen autofreier Orte. Gleich 86 % der Münchner leben wohl in weniger als einem Kilometer Entfernung von einer autofreien Zone, wie etwa einem Park. Im gleichen Radius befinden sich auch überdurchschnittlich viele Gesundheits- und Bildungseinrichtungen – das heißt, ein paar der wichtigsten Orte können alle Bewohner zu Fuß leicht erreichen. Ein großer Pluspunkt im Wettkampf gegen die anderen Städte in dem Kriterium „Menschen in der Nähe von Dienstleistungen“. Außerdem sei München die viertsicherste Stadt und habe mit 1.468.623 Kilometern an Radwegen die zweitlängste Strecke. Im Punkt Wetter: Bei der durchschnittlichen monatlichen Niederschlagsmenge befindet sich München eher im Mittelfeld.

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Wie fußgängerfreundlich ist München wirklich?

In der Studie zur Fußgängerfreundlichkeit des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung von März 2023 belegt München nicht einmal innerhalb Deutschlands den ersten Platz, sondern landet hinter Frankfurt am Main und Stuttgart. Hier werden außerdem andere, zusätzliche Kategorien in Betracht genommen, wie zum Beispiel die Einwohnerdichte. Am Ende lässt es sich also darüber streiten, ob München im Punkt Fußgängerfreundlichkeit die beste Stadt der Welt ist. Aber möglicherweise lockt das Ranking nun mehr Besucher aus Australien an.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Wolfgang Maria Weber

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