Sonntag soll demonstriert werden

„Stadtradeln“ reicht ihnen nicht: Bürgerinitiativen planen Radl-Demo gegen Umfahrung Weilheim

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„Statt Stadtradeln“: Aktive des Planungsteams, das die Radl-Demo am kommenden Sonntag, 21. Juli, vorbereitet.
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Beim Weilheimer „Stadtradeln“ waren sie in den vergangenen Jahren stets mit Riesen-Teams angetreten und immer vorn dabei. Doch dieses Jahr verzichteten die Bürgerinitiativen (BI) „Heimat 2030“ und Marnbach/Deutenhausen auf eine Teilnahme beim „Stadtradeln“ – warum?

Weilheim – Sie rufen stattdessen für kommenden Sonntag, 21. Juli, zu einer „Radl-Demo für zukunftsweisende Mobilität und gegen eine Umfahrung“ auf. „Allein der Weilheimer Binnenverkehr verursacht ein Vielfaches an CO2 im Vergleich zu den beim Stadtradeln ,eingesparten’ Klimagasen“, heißt es in der Presse-Info zur Demo: „Durch eine Umfahrung erhöhen sich die verkehrsbedingten CO2-Emissionen aufgrund der längeren Strecke, der höheren Geschwindigkeit und der Zunahme des Verkehrs weiter.“ Fazit der BIs: Eine klima- und umweltfreundliche Verkehrspolitik lasse sich „nicht mit dem Bau neuer Schnellstraßen vereinbaren“.

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Treffpunkt zur Radl-Demo ist um 13.30 Uhr auf dem Weilheimer Marienplatz. Von dort wird zunächst eine Schleife durch die Stadt und dann Richtung Deutenhausen geradelt, wo auf dem Mayr-Hof gegen 14.30 Uhr die Abschlusskundgebung beginnt. Neben verschiedenen Redebeiträgen gibt es auch Kaffee und Kuchen sowie Musik von „Songsmith Christoph Ulrich & Friends“. Die Radl-Strecke beträgt etwa dreieinhalb Kilometer.

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Zentrale Forderung der Protestveranstaltung an die Politik ist laut Presse-Info „die Umsetzung von zukunftsweisenden Mobilitätskonzepten statt unter enormem Flächenverbrauch und Naturzerstörung immer mehr Straßen zu bauen“. Alle seien „aufgerufen, sich an diesem Tag für mehr ÖPNV und eine bessere Fahrradinfrastruktur aber auch gegen jede Umfahrung im Osten oder Westen Weilheims und für einen bezahlbaren Tunnel in der Variantenauswahl einzusetzen“. mr

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