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Der Stadtrat Miesbach hat nach jahrelangem Hin und Her das neue Pfarrheim der katholischen Kirche akzeptiert. Eine überfällige Entscheidung, kommentiert Merkur-Redakteur Dieter Dorby.
Gott sei Dank, mag mancher nun sagen, ist das neue Pfarrheim in trockenen Tüchern. Immerhin verzögert sich der Baubeginn um drei Jahre, nachdem Teile des Stadtrats erst Fassade und Größe des Gebäudes verhindern wollten. Das stichhaltigste Gegenargument – die fehlenden Parkplätze – kam bezeichnenderweise am Schluss, nachdem alle geschmäcklerischen Einwände nicht mehr zu halten waren.
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Sei’s drum. Es ist nun ein umso erfreulicheres Zeichen, dass der Stadtrat mit großer Mehrheit der Pfarrei den Weg freigemacht hat. Und es dabei auch ausdrücklich würdigt, dass die Kirche im Bemühen um einen tragfähigen Kompromiss ihre Planung aus einem Guss noch mal aufgedröselt hat. Von den Mehrkosten durch Umplanungen und Zeitverlust ganz zu schweigen.
Bemerkenswert ist, dass trotz der klaren rechtlichen Situation, nach der das neue Pfarrheim genehmigt werden muss, immer noch zwei Bürgermeister und zwei Räte dagegen stimmten – ein unüblicher Vorgang, der aber Bände spricht.
ddy
