VonSascha Karowskischließen
Bekommen die Stadtwerke München (SWM) einen neuen Personalchef? Der Vertrag von Werner Albrecht läuft im Oktober 2023 aus, Teile des Aufsichtsrates wollen den Kontrakt nicht verlängern.
München - Ärger in der Chef-Etage der Stadtwerke München (SWM): Der Vertrag des Geschäftsführers Personal, Werner Albrecht, läuft nächstes Jahr aus. Ob der Kontrakt verlängert wird, ist unklar. Die Arbeitnehmervertretung im Aufsichtsrat möchte Albrecht wohl nicht halten. Das geht aus einem Schreiben hervor, das unserer Redaktion vorliegt.
Stadtwerke München: Personalchef überrascht - Vertrauensverlust sei in Gesprächen nie Thema gewesen
Der Vorwurf der Angestellten: Der Personalchef sei lediglich für die oberen zehn Prozent der Belegschaft dagewesen, nicht für die einfachen Arbeiter. Es soll nun sogar einen eigenen Kandidaten der Arbeitnehmervertretung für den Posten als Personalchef geben.
Albrecht wiederum wandte sich in einem Schreiben an die Belegschaft und äußerte sich darin überrascht über die ablehnende Haltung. Dieser Vertrauensverlust hätte sich schließlich längst in Feedbackverfahren, persönlichen Gesprächen und Mitarbeiterbefragungen zeigen können.
Entscheiden über eine Vertragsverlängerung muss der Aufsichtsrat, der zur Hälfte aus eben jener Arbeitnehmervertretung besteht, zur anderen Hälfte aus Vertretern der Stadtpolitik. Und auch innerhalb dieser gibt es unterschiedliche Bestrebungen. Zum einen war zu erfahren, dass SPD-Vertreter den Vertrag von Albrecht nicht verlängern wollen, bei anderen wiederum heißt es, die Grünen wollten es den Personalchefposten mit einem eigenen Bewerber besetzen.
Personalchef bei den Stadtwerken München: Einige Betriebsräte sprechen sich für Verbleib von Albrecht aus
Am Freitag derweil sprach sich ein Teil des Betriebsrates ausdrücklich für den Verbleib von Albrecht aus, allerdings hat dieser Teil keinen Sitz im Aufsichtsrat. Übereinstimmend wird zudem berichtet, dass die Stimmung innerhalb des Unternehmens gerade nicht die beste sei. Weiter war zu erfahren, dass es wegen der Causa noch ein Gespräch im Rathaus geben soll.
Die Stadtwerke und Albrecht selbst äußerten sich auf Nachfrage nicht zu dem Thema. „Zu Angelegenheiten des Aufsichtsrates können wir aus rechtlichen Gründen nichts sagen“, ließ eine Sprecherin mitteilen.
