VonSascha Karowskischließen
Der S-Bahnhof in Laim wird nun doch später fertigt. Das sorgt für Ärger, denn die Bahn hatte eigens wegen der Inbetriebnahme an Ostern die Stammstrecke gesperrt.
München - Die zweite Stammstrecke sorgt wieder für Ärger: Am Osterwochenende hatte die Bahn die Stammstrecke gesperrt, weil in Laim der neue Bahnsteig in Betrieb genommen werden sollte. Dort sollen künftig die erste und zweite Stammstrecke aufeinandertreffen - der Umstieg wird dann am selben Bahnsteig möglich sein. Die Inbetriebnahme war bereits von Juni 2022 auf April 2023 verschobenen worden - und verzögert sich erneut. „Die Inbetriebnahme ist geplant für den Zeitraum vom 11. bis 21. August“, sagt ein Bahnsprecher auf Anfrage unserer Redaktion.
Zweite Stammstrecke München: Streckensperrung an Ostern musste für andere Arbeiten genutzt werden
Das Projekt sei aufwändig, die Sperrung an Ostern habe daher dazu genutzt werden müssen, um „unter anderem 53 Geschwindigkeitsprüfeinrichtungen, 14 Signale und weitere Zusatzeinrichtungen, wie zum Beispiel Richtungs- und Geschwindigkeitsanzeiger, für einen sicheren Bahnbetrieb“ zu prüfen und abzunehmen.
Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ kritisiert die Verzögerung. „Es ist nicht nachvollziehbar, wieso die Fahrgäste unter einer Sperrung leiden müssen, aber die eigentlich geplanten Hauptbauarbeiten ausfallen“, sagt Vereins-Sprecher Andreas Barth.
Zweite Stammstrecke München: Fahrgastverband fordert Freistaat und Bahn auf, Termine einzuhalten
„Wir fordern den Freistaat als Projektverantwortlichen und die Bahn als Bauherr auf, dafür zu sorgen, dass der nächste Termin erfolgreich verläuft. Dass Baufortschritt bei einem solchen Milliardenprojekt einfach nicht passiert, ist nicht akzeptabel.“ Jede weitere Verzögerung habe schließlich auch Auswirkungen auf die Umweltverbundröhre in Laim und damit auch das städtische Projekt der Trambahn-Westtangente.
