Die Liste der Starnberger Einzelhandelsgeschäfte, die in diesem Jahr schließen, wird um einen Namen länger.
Starnberg – Maja Riemann gibt Ende des Jahres ihre Papeterie in der Maximilianstraße 2 auf. Sie verlässt mit ihrem Ehemann Peter die Stadt und sogar das Land. Hintergrund: Wegen einer Eigenbedarfskündigung müssen die Riemanns ihre Wohnung verlassen. „Und wir konnten leider keine ähnliche und bezahlbare Wohnung in ganz Starnberg finden“, erklärt Maja Riemann. „Nach langem Überlegen haben wir uns dazu entschlossen, meinen Laden zu schließen und nach Österreich zu ziehen.“
Seit 2001 bietet die Geschäftsfrau in der „Münchner Hof-Papeterie“ handwerklich verarbeitete Papiere, bedruckte Tüten und Schachteln an. Seinerzeit hatte es sie mehr aus Zufall mit ihrem damaligen Mann nach Starnberg verschlagen. Sie hatten ihre große Buchhandlung in Ingolstadt „schweren Herzens“ aufgegeben und waren ins Fünfseenland gezogen. „Wir hatten verschiedene Abteilungen für Bücher, Schreibwaren und Papeterie“, erinnert sich Maja Riemann. Die Immobilie an der Maximilianstraße war damals noch eine Baustelle, zügig entschieden sie sich für den Kauf.
Maja Riemann: „Das Projekt war mein Kind.“
„Am Anfang war wieder ein Büchergeschäft mit verschiedenen Abteilungen geplant, doch der Platz war zu klein, um alles unterzubekommen“, erzählt Maja Riemann. „Deswegen hatte ich die Idee, nur eine Papeterie zu eröffnen. Das Projekt war von Anfang an mein Kind.“
Die Geschäftsaufgabe jetzt fällt ihr nicht leicht. „Ich hatte ja beabsichtigt, meinen Laden noch ein paar Jahre zu betreiben.“ Die Immobilie ist inzwischen verkauft worden. Bis zum 13. Januar ist ihre Papeterie noch offen.
Die Geschäftsfrau freut sich inzwischen auf den nächsten großen Schritt: „Am Ende ist der Umzug zu einem Positiv geworden“, sagt Maja Riemann. Von ihren Kunden möchte sie sich in den nächsten Wochen noch verabschieden „Die letzten 18 Jahre waren eine wunderbare Zeit für mich. Die Kunden werden mir sehr fehlen.“