VonSascha Karowskischließen
Die Stadt stellt die Weichen für die U-Bahnlinie U9: Die Verträge mit dem Freistaat und der DB sind unterschriftsreif, der Stadtrat hat zugestimmt.
München - Die Entlastungsspange U9 ist am Mittwoch einen Schritt weiter gekommen: Die Stadt hat mit der Deutschen Bahn und dem Freistaat die notwendigen vertraglichen Vereinbarungen über das Vorhaltebauwerk am Hauptbahnhof und einen Investitionskostenzuschuss für die 2. S-Bahn-Stammstrecke getroffen. Der Stadtrat hat dem zugestimmt. Mit der Entscheidung kann nun auch die rechtliche Grundlage für die konkrete Umsetzung der Vorhaltemaßnahme am Hauptbahnhof geschaffen werden.
Neue U-Bahn U9: Trasse soll auf 10,5 Kilometern Sendling und Schwabing verbinden - sechs neue Stationen geplant
Mit der U9 will die Stadt die übrigen U-Bahnlinien entlasten. Denn München wächst weiter, die Verkehrsgesellschaft geht von einem weiter steigenden Fahrgastaufkommen aus. Die neue Trasse soll auf 10,5 Kilometern Sendling und Schwabing mit sechs Stationen zwischen Implerstraße und Münchner Freiheit verbinden.
Hierfür ist der Bau von insgesamt fünf neuen U-Bahnhöfen notwendig. Die MVG hatte bereits im vorigen Jahr mit Bohrungen begonnen, um die Beschaffenheit des Bodens zu prüfen, etwa östlich der Theresienwiese, am Esperantoplatz, wo ein zweiter Wiesnbahnhof entstehen soll.
U9 am Hauptbahnhof: Die Stadt hat sich entschieden, bereits jetzt alle Voraussetzungen für einen Halt zu schaffen
Am Hauptbahnhof ist indes ein zentraler Halt geplant, der einen Übergang zur 2. S-Bahn-Stammstrecke beinhaltet. Weil mit den Arbeiten für die U9 mit Sicherheit nicht vor Ende des Baus der zweiten Stammstrecke begonnen werden kann, hat sich die Stadt dazu entschieden, bereits jetzt eine Vorhaltemaßnahme zu errichten. Das ist quasi ein Hohlraum, in dem dann künftig der Bahnhof für die U9 installiert wird. Wann mit dem Bau der Entlastungsspange begonnen werden kann, ist derzeit ungewiss. Er könnte in den 30er-Jahren beginnen, die Bauzeit soll zehn Jahre betragen.
