Bürgermeisterwahl Gröbenzell

Stichwahl in Gröbenzell zwischen CSU und Grünen – UWG-Kandidatin abgeschlagen

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Spannend wird es bei der Stichwahl mit Daniel Holmer (2.v.l., Grüne) und Jens Wäcken (r., CSU). Nicht geschafft haben es ihre Mitbewerber (v.l.) Gregor von Uckermann (SPD), Claudia O‘Hara-Jung (UWG) und Alisa Riechmann (FDP).
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Es bleibt spannend bei der Wahl des Bürgermeisters in Gröbenzell: Jens Wäcken (CSU) und Daniel Holmer (Grüne) müssen die Stichwahl. Die UWG erlitt ein Debakel.

Es bleibt weiterhin spannend in Gröbenzell. Keiner der fünf Bürgermeister-Kandidaten erreichte die benötigte Mehrheit, um ins Rathaus einzuziehen. Die meisten Stimmen sicherte sich CSU-Kandidat Jens Wäcken (36,8 Prozent). Dahinter folgt Daniel Holmer (Grüne) mit 24,5 Prozent. Sie treten deshalb am 22. März in der Stichwahl gegeneinander an. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,9 Prozent.

SPD-Kandidat knapp auf Platz drei

Auf Holmer folgt knapp SPD-Kandidat Gregor von Uckermann mit 21,5 Prozent. Claudia O‘Hara-Jung, die für die UWG, die seit zwölf Jahren den Bürgermeister stellt, als Kandidatin antrat, holte gerade einmal 13,9 Prozent. Schlusslicht ist Alisa Riechmann von der FDP mit 3,3 Prozent der Stimmen.

„Super! Ich freue mich sehr“, sagt CSU-Kandidat Jens Wäcken als erste Reaktion auf das Wahlergebnis. Bei fünf Kandidaten habe er schon vermutet, dass es auf eine Stichwahl hinauslaufen werde. „Wichtig ist jetzt, dass wir noch einmal präsent sind“, sagt der 49-Jährige, der seit Juli 2025 im Gemeinderat sitzt. Wäcken bedankt sich bei allen Wählern und vor allem auch bei seinen Mitbewerbern. „Es war ein fairer Wahlkampf, niemand ist sich angegangen“, sagt er. „Man kann noch miteinander reden, das ist gut so.“

Dass es eine Stichwahl geben wird, das hat Holmer (Grüne) schon vermutet. „ Für den Moment bin ich einfach nur super, super glücklich“, sagt er. Das Stichwahl-Szenario ist ihm schon bekannt. Denn bereits 2014, als er schon einmal als Bürgermeister kandidierte, musste er ein zweites Mal antreten.

Nochmal Wahlkampf ankurbeln

Dass sein Gegner Jens Wäcken heißt, sei die „wahrscheinlichste Variante“ gewesen, sagt Holmer. Etwas bang blickte er während der Auszählung auf SPD-Mitbewerber Gregor von Uckermann, wie er berichtet. Denn dieser war ihm mit rund drei Prozent Abstand knapp auf den Fersen. Umso größer war die Erleichterung am Ende. Auch die Grünen wollen in den nächsten zwei Wochen noch einmal Vollgas geben.

„Ich bin zufrieden“, sagt Gregor von Uckermann (SPD), „aber auch traurig, weil ich mir schon gewünscht hätte, dass es für die Stichwahl reicht.“ Von Uckermann bewarb sich bereits vor sechs Jahren als Rathauschef. Positiv sei, dass das Ergebnis für die Sozialdemokraten dieses Mal etwas besser ausfalle. Dennoch: „Gröbenzell ist kein gutes Pflaster für die SPD“, sagt von Uckermann.

„Ziemlich deutlich“, nennt Claudia O‘Hara-Jung (UWG) das Ergebnis für ihre Partei. Dass sie es nicht in die Stichwahl schafft, habe sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet, da ihre Mitbewerber bekannter seien. Dennoch: „Für die UWG habe ich mir mehr erhofft“, sagt die 52-Jährige.

Newcomerin von Ergebnis enttäuscht

Und auch FDP-Kandidatin Alisa Riechmann sagt: „Ich bin doch etwas zu unbekannt in Gröbenzell.“ Sie habe zwar damit gerechnet, es als Newcomerin nicht in die Stichwahl zu schaffen, sagt die 29-jährige Ortsvorsitzende der Liberalen. Dennoch sei sie etwas enttäuscht, dass sie nur 3,3 Prozent geholt habe.

Welchen Kandidaten sie bei der Stichwahl unterstützen, wollen die FDP und SPD in den kommenden Tagen bekanntgeben. Die UWG möchte jedoch nach derzeitigem Stand keine Empfehlung abgeben. „Das dürfen die vielen Wähler entscheiden“, sagt O‘Hara-Jung.

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