VonAndrea Hermannschließen
Die Entscheidung ist gefallen: Michael Krumbucher ist neuer Bürgermeister von Rudelzhausen. Der 47-jährige Groß- und Außenhandelskaufmann tritt die Nachfolge von Konrad Schickaneder an.
Rudelzhausen – 1071 Stimmen und damit 54,09 Prozent konnte Michael Krumbucher auf sich vereinen. Mit dem Ergebnis „bin ich zufrieden“, kommentierte er seinen Wahlerfolg mit wenigen Worten. Im Rathaus hatte er die Entscheidung am Sonntagabend verfolgt, weshalb der noch amtierende Bürgermeister Konrad Schickaneder zu den ersten Gratulanten gehörte – nach Ehefrau Ingrid, versteht sich. Auch ein paar Gemeinderatskollegen waren gekommen, um mit Krumbucher vor dem Rathaus mit einem Bier anzustoßen – in kleinem Kreis und mit großem Abstand. Anschließend ging’s wieder nach Hause, wo der Sieger die vielen Glückwünsche per WhatsApp beantwortete.
Krumbucher packte im Hopfenbetrieb mit an
Ob er am Wahltag aufgeregt war? „Dafür hatte ich keine Zeit“, sagte Krumbucher im FT-Gespräch. Den ganzen Tag über habe er im Hopfenbetrieb seines Bruders mitgeholfen – „bis halb sechs hab ich Draht aufgehängt“. Dann ging’s schnell nach Hause – duschen und umziehen –, ehe er sich mit seiner Frau auf ins Rathaus machte. In Zeiten wie diesen „muss alles zusammenhelfen und zusammenhalten“, sagte er mit Blick auf die Corona-Krise. Somit sei es keine Frage gewesen, im Betrieb seines Bruders mit anzupacken.
Politische Erfahrungen hat Michael Krumbucher aus Tegernbach schon einige gesammelt: Seit 2002 sitzt er im Gemeinderat, war einige Jahre 3. Bürgermeister und Gründungsmitglied der Freien Wähler Rudelzhausen. Nun also hat er es auf den Chefsessel geschafft. Und er ist überzeugt, dass er diese Aufgabe „schon packt“. Wie es in den nächsten Tagen weitergeht, weiß er angesichts der Corona-Ausgangsbeschränkungen nicht. Nur so viel steht fest: Er wird seinen Job kündigen müssen.
Forster ist vom Ergebnis enttäuscht
Des einen Freud ist bekanntlich des anderen Leid. Und Robert Forster macht keinen Hehl daraus, dass er vom Wahlergebnis „enttäuscht“ ist: „Ich hatte gehofft, dass es zu meinen Gunsten ausgeht.“ Doch 909 Wählerstimmen (45,91 Prozent) reichten nicht für den Sieg. Was der Grund für den Misserfolg ist, „kann ich nicht sagen“. Vielleicht habe der Bekanntheitsgrad Krumbuchers den Erfolg gebracht – immerhin sitze dieser bereits seit 18 Jahren im Gemeinderat, er selbst erst seit vier. Wie auch immer: „Ich hege keinen persönlichen Groll gegen ihn.“ Und es sei klar: „Ich werde ihn unterstützen“ – als Gemeinderat.
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