Straßenbau soll sich um drei Monate verzögern

Wenn’s mal wieder länger dauert

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Einsam und verlassen ist die Straßenbaustelle zwischen Fendt und Paterzell.

Die Sanierung der Straße von Paterzell nach Peißenberg sorgt immer wieder für Gesprächsstoff. Bei der jüngsten Wessobrunner Gemeinderatssitzung war das Projekt wieder Thema. „Die ausführende Firma hat beim Straßenbauamt drei Monate zusätzliche Bauzeit beantragt“, sagte Wessobrunns Bürgermeister Helmut Dinter.

VON ROLAND HALMEL

Wessobrunn – Statt wie geplant Mitte September, soll die Straße nach Peißenberg jetzt erst ab 13. Dezember befahrbar sein. Den Termin zog Dinter allerdings in Zweifel, weil das Aufbringen der Teerschicht bei Minusgraden oder Schnee nicht möglich ist.

„Wir wollen auch keine Winterbaustelle“, machte Norbert Merk auf Nachfrage unmissverständlich klar. Der Kreiskämmerer erfuhr von den zeitlichen Problemen bei der seit Mai laufenden Baustelle erst nach seinem Urlaub Ende August. „Im Juni war der Bauzeitenplan noch in Ordnung, erste Erkenntnisse über die Verzögerung gab es im August“, erklärte Merk. „Es gab da offensichtlich eine Gemengelage von verschiedenen Gründen“, ergänzte Merk, der in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche mit der ausführenden Firma Schneider führte. „Wir haben dabei unmissverständlich klargemacht, dass es schneller gehen muss“, so der Kreiskämmerer.

Die Gespräche, bei denen es dem Vernehmen nach auch um eine mögliche Kündigung ging, zeigten in der Zwischenzeit Wirkung. „Jetzt wird an der Baustelle nicht mehr nur mit einer Kolonne gearbeitet, und auch der Firmenchef ist öfter vor Ort“, berichtete Merk. Er ist deshalb zuversichtlich, dass die Sanierungsarbeiten noch im Oktober abgeschlossen werden können. „Der Landkreis und die Gemeinde haben ein gemeinsames Interesse an einer zeitnahen Fertigstellung. Wir ziehen da am gleichen Strang und in die gleiche Richtung“, betonte Merk.

Auch auf die Frage, warum bei dem Projekt keine Konventionalstrafe im Falle eines Zeitverzugs vereinbart wurde, die Bürgermeister Dinter bei der Ratssitzung aufwarf, ging Merk ein. „Konventionalstrafen zu vereinbaren, ist angesichts der derzeitigen Marktsituation, in der man froh sein muss, überhaupt eine Baufirma zu finden, sehr schwierig“, sagte Merk.

Lesen Sie hier mehr über die Straße zwischen Fendt und Paterzell.

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