Bürgermeister ist optimistisch

Straßensperrung in Wang: Neue Hoffnung auf Lösung am Ligeder Berg

+
Gehört die Sperrung am Ligeder Berg bald der Vergangenheit an? In Wang herrscht jedenfalls vorsichtiger Optimismus.

Es kommt Bewegung in die Causa „Ligeder Berg“: In Wang herrscht im Fall der gesperrten Staatsstraße vorsichtige Hoffnung auf baldige Verbesserung.

Wang – Nach zwei Jahren Stillstand am Ligeder Berg ist Wangs Bürgermeister Hans Eichinger eigentlich ein gebranntes Kind. Derzeit gibt es allerdings Anzeichen für Bewegung bei der wegen eines instabilen Hangs nur einseitig befahrbaren Staatsstraße. Der Rathauschef ist nun vorsichtig optimistisch.

Eichinger war in München zu Gast beim Staatlichen Bauamt Freising und bekam zu hören, dass die für die Arbeiten vorgesehene Firma weiter Gewehr bei Fuß stehe. Die Sanierung mit Kosten von drei Millionen Euro und etwa fünf Monaten Vollsperrung muss das für die St2045 zuständige Staatliche Bauamt tragen.

Eine Behörde muss noch unterschreiben, dann können Bagger anrollen

Der Baubeginn hängt aktuell bloß noch vom Grünen Licht der Bahn ab, die nur zustimmen und keine finanzielle Beteiligung erklären muss. Die DB Netz AG sieht keinen Bedarf für ein eisenbahnrechtliches Planfeststellungsverfahren und hat das so dem Eisenbahnbundesamt weitergegeben. Die Behörde muss nun unterschreiben, damit die Bagger anrollen können.

Die Gemeinde Wang beteiligt sich an der Maßnahme in Form einer Sanierung der Bürgersteige. Diese sind im Besitz der Gemeinde. Eichinger macht aber deutlich, „dass wir die Gehwege für Fußgänger bauen und nicht als Ausweichzone für Schwerlastverkehr“. Er erwarte nun auch eine schnelle Antwort des Eisenbahnbundesamts: „Ich gehe davon aus, dass die Behörde über die Brisanz der Sache instruiert wurde“.

Grünen-Abgeordneter Becher hofft auf Fortschritt im Frühjahr

Am Dienstag befasste sich im Landtag der Verkehrsausschuss mit dem Ligeder Berg. Der Moosburger Abgeordnete Johannes Becher (Grüne) war dabei und zog ein positives Fazit: „Ich habe jetzt den Eindruck, dass der schon sehr arg ins Stocken geratene Prozess wieder auf dem Weg ist und die Baumaßnahme tatsächlich im Frühjahr begonnen werden könnte.“ Aus seiner Sicht sei die Gemeinde Wang im Rahmen der Sanierung des Gehwegs an den Kosten zu beteiligen, aber nicht bei den Gesamtkosten für die Baumaßnahmen am Hang, erklärte Becher.

Die generelle Baumaßnahme ist das Eine, die kurzfristige Verbesserung das Andere. Nach dem Ortstermin des Petitionsausschusses gab es auch hier Bewegungen. So wurde festgelegt, dass der Abschnitt zwischen der Kirche und der Querungshilfe mit einer Beschränkung auf Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen wieder zweispurig für den Verkehr freigegeben werden könne.

Wanger Bürgermeister kommentiert Gerüchte um Bürgerinitiative

Das kleine Reststück soll dann mit einer Ampel versehen werden, sodass Autos die Staatsstraße wieder in beide Richtungen nutzen können. Damit müsste man für den Weg bergauf nicht mehr den Feldweg „Fürstenweg“ benutzen. Eichinger bekam hier vom Staatlichen Bauamt die Aussage, dass die Ampel wahrscheinlich nicht mehr vor Weihnachten aufgestellt werden könne. „Die Sperrung damals hat über Nacht und auch ohne Vorlauf funktioniert“, spöttelt der Rathauschef.

Die Causa „Ligeder Berg“ sorgt schon seit Langem für reichlich Unmut in der Gemeinde. Im Ort kursieren derzeit Gerüchte, dass sich auch eine Bürgerinitiative gründen und möglicherweise mit einer Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren einmischen möchte. „So eine Bürgerinitiative bringt eigentlich nichts“, kommentiert das Hans Eichinger.

Zum Thema: Auch in ein anderes Dauerärgernis für Anwohner und Autofahrer kommt nun endlich Bewegung

Kommentare