Das ist Spitze! Fast 200.000 Euro haben die Leser des Freisinger Tagblatts bei der Aktion „Menschen in Not“ gespendet.
Freising – „Wir haben es wieder miteinander sehr gut hingekriegt“, lautete das Fazit von FT-Redaktionsleiter Helmut Hobmaier. In der Tat: Die höchst erfolgreiche Spendenaktion „Menschen in Not“ war, wie alle Jahre, ein Gemeinschaftswerk. Vor allem sind da die Leser des Tagblatts, die sage und schreibe 194.500 Euro gespendet haben. Wichtig sind aber auch die ehrenamtlich Engagierten, die in authentischen Fallbeispielen die Not vieler Menschen geschildert haben – und jetzt mit den Spenden schnell und direkt helfen können. Schließlich legt sich auch seit Jahrzehnten das gesamte Tagblatt-Team ins Zeug, um die Aktion zum Erfolg zu führen.
Und dafür gab es für alle Beteiligten ein ganz dickes Lob von OB Tobias Eschenbacher, der auch im namen von Landrat Josef Hauner betonte: Die Aktion des Tagblatts sei wichtiger denn je – und sie zeige die tiefe Verbundenheit der Zeitung mit ihren Lesern. Eschenbacher nutzte die Gelegenheit im vollbesetzten Sparkassensaal, den Ehrenamtlichen für ihre Arbeit zu danken.
Großes Lob für die Ehrenamtlichen
Das hatte zuvor in ihrem Grußwort auch Irene Dullinger nicht versäumt. Die Vorstandsdame stellte heraus, „dass es heute nicht nur um die Übergabe der Spenden geht, sondern auch um die Würdigung des Ehrenamts“. Ehrenamtlich sind etwa Maria Hohlneicher-Kämmerling und Magda Graßl für Menschen in Not im Einsatz – wofür Redaktionsleiter Hobmaier beiden früheren FT-Sekretärinnen herzlich dankte.
Mehr als 1000 Einzelspenden
Tatsächlich ist „Menschen in Not“ eine der erfolgreichste Aktionen dieser Art in ganz Oberbayern. In Zahlen: Mehr als 1000 Einzelspenden sind eingegangen, wie Redaktionsleiter Helmut Hobmaier bei der Spenden-Gala am Dienstagabend im Sparkassensaal bilanzierte. Spendabel seien aber auch Vereine und Firmen gewesen – und auch auf „klassische“ Benefizaktionen wie die Suppenküche der Stadtburschen hätte man sich wieder verlassen können.
Als Glücks- oder besser Geldboten fungierten auch in diesem Jahr Weihbischof Bernhard Haßlberger und Dekan Jochen Hauer – letzterer gab quasi seine Abschiedsvorstellung, geht der Dekan doch im Sommer in den Ruhestand. Zuvor aber durfte er, zusammen mit seinem Kollegen vom Domberg, wieder mehr als drei Dutzend dicke Schecks überreichen. Ab sofort können die Hilfsorganisationen, Selbsthilfegruppen, Vereine und Einrichtungen auf das Geld zugreifen und es für akute Notfälle einsetzen. So wird nun in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten das Spenden-Konto abgeräumt – bis zur nächsten Aktion, die Ende November beginnt. Bis dahin finden allerdings noch zwei karitative Großereignisse für „Menschen in Not“ statt: Das Stockschützenturnier der Handwerker in Wolfersdorf am Samstag, 16. März, und die große Spinning-Aktion im „Number One“ am Samstag, 30. März.
„Die Spendenbereitschaft war enorm“
Am Dienstagabend aber drehte sich erst einmal alles um die abgelaufene Spendenaktion. Das herausragende Ergebnis sei umso höher zu bewerten, als man heuer keine besonders tragischen Einzelfälle zu berichten hatte, wie Helmut Hobmaier sagte. Stattdessen sehr viele Schicksale, „die auch sehr hart sind, aber eben keine so großen Schlagzeilen produzieren.“ Es sei sehr häufig um Menschen gegangen, die von Arbeitslosigkeit oder Krankheit betroffen sind und dann in finanzielle Not geraten sind. Die Leser des Freisinger Tagblatts seien hier „voll mitgegangen“, wie Hobmaier berichtete. „Was wir berichtet haben, hat sie bewegt. Die Spendenbereitschaft war enorm“.
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