Balderanou-Menexes und Maier auf CSU-Liste

Taufkirchen: 24 Kandidaten und zwei Überläufer für Kommunalwahl

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Beste Stimmung herrschte nach der Wahl (sitzend, v.l.): Burle Anton Fürmetz, Andreas Schäffner, Alois Maier, Nicole Schmittner, Stefan Haberl, Anton Rosenberger, Thomas Unterreitmaier, Alois Sinseder und Christoph Puschmann, (stehend v.l.): Bürgermeister Franz Hofstetter, Nikolaus Kronseder, Katharina Kirmaier, Peter Murla, Elke Friedrich-Heigl, Hans Wiesmaier, Sosa Balderanou-Menexes, Alfred Scheb, Helmut Lechner, Tobias Karbaumer, Anneliese Mayer, Georg Nöscher, Karin Bauer, Norbert Hierl und Landrat Martin Bayerstorfer. (Klicken Sie bitte auf das Zoom-Symbol oben rechts, um das gesamte Bild zu sehen.)

Die Taufkirchener CSU ist hoch motiviert. Die Gemeinderatsliste für die Kommunalwahl 2020 steht – für mehrere Plätze waren Stichwahlen nötig.

Unterhofkirchen Hoch motiviert geht die Taufkirchener CSU in die Kommunalwahlen 2020. Im Unterhofkirchener Bürgerhaus stellte sie eine gut gemischte Mannschaft auf, die sich um Sitze im Gemeinderat bewerben will –darunter auch die erst im Frühsommer aus der SPD ausgetretene Gemeinderätin Sosa Balderanou-Menexes.

„Das ist der Startschuss, dass es endlich los geht“, sagte Ortsvorsitzender Christoph Puschmann, nachdem alle 24 Kandidaten gewählt waren. Darunter sind viele bekannte, aber auch neue Gesichter. Angeführt wird die Liste von Bürgermeister-Kandidat Stefan Haberl. Man habe Kandidaten aus allen Ortsteilen und sich auch bemüht, viele Frauen (8) auf die Liste zu bekommen.

CSU will möglichst viele Gemeinderatssitze

„Wir schneiden im Vergleich zu anderen Ortsverbänden sehr gut ab“, meinte Puschmann, stellvertretender Bürgermeister. Ziel sei es, möglichst viele der künftig 24 Mandate im Gemeinderat zu besetzen. Da Taufkirchen mittlerweile über 10 000 Einwohner hat, wächst das bisher 20-köpfige Gremium ab 2020 auf 24 Sitze. Aktuell stellt die CSU zehn Räte.

54 Wahlberechtigte waren anwesend, und die Wahlgänge wurden zügig durchgezogen. So schafften es alle sieben wieder kandidierenden CSU-Gemeinderäte sowie der von der Wahlgemeinschaft Gebensbach-Wambach (WGW) zur CSU gewechselte Gemeinderat Alois Maier auf die ersten Plätze.

Mehrere Stichwahlen nötig

Mehrfach war wegen Stimmengleichheit eine Stichwahl nötig, etwa um die Plätze zwei bis vier, die schließlich an Puschmann, Thomas Unterreitmeier und Bernhard Sinseder gingen, oder um die Plätze 13 und 14, auf die Norbert Hierl und Ingrid Kratzer kamen, oder um die Plätze 15 bis 17, die Karin Bauer, Katharina Kirmaier und Balderanou-Menexes erhielten.

Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier leitete die Wahl und ließ bei der Vorstellungsrunde als Ersten Bürgermeister-Kandidat Haberl sprechen. „Daran musst du dich jetzt gewöhnen“, meinte Wiesmaier . Haberl betonte erneut, dass er „Taktgeber“ sein wolle, und dazu ein „klangvolles Orchester“ brauche, dessen Premiere heute sei und dessen einzelne Stimmen man noch hören werde. Wichtiger als der Listenplatz sei, „dass wir als Team nach Hause gehen“. Bald stehe die gemeinsame Klausur an, um ein Wahlprogramm zu erstellen.

Balderanou-Menexes wechselte von der SPD zur CSU

In alphabetischer Reihenfolge stellten sich alle Kandidaten kurz vor. Als Erste war Balderanou-Menexes an der Reihe. Die eingebürgerte Griechin (45) erklärte, dass sie zur CSU gewechselt sei, weil man ihr bei der SPD „vorsätzlich Informationen vorenthalten hat“. Wie berichtet, ist sie nicht mit dem gemeinsamen Landratskandidaten von SPD, Freien Wählern und Grünen, Hans Schreiner, einverstanden. Zudem habe sie nie einen Hehl aus der guten Zusammenarbeit mit Franz Hofstetter und Landrat Martin Bayerstorfer gemacht. Auf die Frage, ob sie enttäuscht über ihren 17. Platz sei, antwortete sie selbstbewusst: „Die Wähler entscheiden. Was hier gerade passiert, heißt noch lange nichts. Ich liebe Herausforderungen.“

Alois Maiers Übertritt wurde nicht thematisiert. Er wollte laut eigenen Angaben eigentlich nicht mehr kandidieren, entschied sich dann aber kurzfristig um. Weil auf der WGW-Liste schon ein Nachfolger für ihn gefunden worden sei, sei er zur CSU gegangen.

Während der Stimmenauszählung ergriff Bayerstorfer das Wort und lobte die maßgeblich von der CSU gestaltete Landkreis-Politik, die vielen Ehrenamtlichen oder den rasanten Anstieg der Steuerkraft. „Die Menschen, die hier tätig sind, sorgen für die Finanzmittel, dass die Kommunalpolitik alle Aufgaben bewältigen kann.“

Birgit Lang

Die CSU-Liste:

1. Stefan Haberl (34 Jahre, Kämmerer aus Taufkirchen),
2. Dr. Christoph Puschmann (40, Zahnarzt aus Taufkirchen),
3. Thomas Unterreitmeier (48, Kundendienstmitarbeiter aus Taufkirchen),
4. Bernhard Sinseder (48, Maschinenbautechniker aus Taufkirchen),
5. Anton Rosenberger (35, Landwirt aus Abholz),
6. Nicole Schmittner (26, Betriebswirtin aus Hörgersdorf),
7. Alois Maier (Betriebselektriker/Betriebsrat aus Geratsberg),
8. Anneliese Mayer (60 plus, Ordinariatsrätin aus Taufkirchen),
9. Nikolaus Kronseder (31, Unternehmer aus Angerskirchen),
10. Burle Anton Fürmetz (42, Unternehmer, Taufkirchen),
11. Tobias Karbaumer (27, Verwaltungsangestellter, Taufkirchen),
12. Andreas Schäffner (35, Bankbetriebswirt, Leiter Sparkasse Dorfen, Taufkirchen),
13. Norbert Hierl (43, Küchenchef, Bach/Geislbach, lebt in Taufkirchen),
14. Ingrid Kratzer (53, Unternehmerin, Moosen),
15. Karin Bauer (47, Geschäftsfrau aus Taufkirchen),
16. Katharina Kirmeier (39, Verwaltungsfachwirtin, Taufkirchen),
17. Sosa Balderanou-Menexes (45, Versicherungsangestellte, Taufkirchen),
18. Elke Friedrich-Heigl (48, Angestellte aus Taufkirchen),
19. Helmut Lechner (44, Handwerksmeister aus Kirchlern),
20. Stefan Rauchbart (26, Maschinenbautechniker aus Angerskirchen),
21. Peter Murla (56, Maschinenbauingenieur, Betriebsrat aus Jettenstetten),
22. Viktoria Petri (54, Mitarbeiterin SOVIEs Wohnen aus Taufkirchen),
23. Georg Nöscher (22, Straßenwärter Isental-Autobahn aus Taufkirchen),
24. Alfred Scheb (52, Maschinenschlosser aus Taufkirchen)

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