Neuigkeiten nach Krisenbesprechung

Nach Schließung wegen Erdrutsch-Gefahr: Entscheidung über beliebten Gasthof am Tegernsee gefallen

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Der labile Hang ist mit Wasserbausteinen vorläufig gesichert.
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Gute Nachrichten für Neureuth-Wirt Thomas Gigl und alle Wanderer: Nachdem der Gasthof zunächst wegen eines drohenden Erdrutsches geschlossen wurde, gibt es nun Neuigkeiten.

  • Wegen eines Erdrutsches musste der Berggasthof Neureuth in Tegernsee zunächst schließen.
  • Es fanden mehrere Krisengespräche statt. 
  • Nun wurde eine Entscheidung getroffen, die den Wirt und alle Wanderer freuen sollte.

Tegernsee – Neureuth-Wirt Thomas Gigl (53) ist erleichtert: Vergangenen Donnerstag musste er das beliebte Berggasthaus auf der Neureuth schließen. Die Stadt Tegernsee hatte den sogenannten Winterweg am Wochenende zuvor dicht gemacht, da ein massiver Hangrutsch drohte.

Dienstagfrüh fand erneut eine Krisenbesprechung vor Ort statt. Daran beteiligt waren Bürgermeister Johannes Hagn, Wirt Thomas Gigl, Hans Staudacher als Geschäftsleiter der Stadt, Vertreter des Bauhofs und des Technisches Referats der Stadt sowie der von der Stadt beauftragte Geologe. Es galt zu untersuchen, ob die ergriffenen Sofortmaßnahmen bereits Wirkung zeigen. 

Neureuth: Labiler Hang vorerst gesichert

Die Hangkante ist deutlich zu erkennen.

Etwa 20 Fichten waren entfernt worden, „zudem haben wir den Fuß des Hanges mit etwa 60 Tonnen Wasserbausteinen stabilisiert“, berichtet Hagn. Laut Einschätzung des Geologen sei vorerst nicht mit einer weiteren Rutschung des Hanges zu rechnen. Daher wurde vor Ort beschlossen: Ab Freitag kann Gigl das auf 1264 Meter hoch gelegene Gasthaus wieder aufzusperren. Alle Beteiligten halten es für machbar, dass Gigl und die Anlieger (also Lieferanten wie das Brauhaus Tegernsee sowie Personal) den Forstweg wieder befahren dürfen. Allerdings macht Hagn deutlich, dass der Wirt den Hang beobachten solle, „zunächst alle zwei Tage, wenn’s regnet, dann öfter.“

Im Frühjahr soll dann der zweite Schritt der Sanierung beginnen: Dann soll ein Stahlnetz über die 200 Quadratmeter große, offenbar labile Fläche gespannt werden.

Weg zur Berggasthof Neureuth für die Öffentlichkeit weiter gesperrt

Für die Öffentlichkeit, betont Hagn, bleibe der Weg weiter gesperrt. 

„Wir hatten schon einen Plan B im Auge, etwa ein Raupenfahrzeug, um das Gasthaus zu versorgen“, sagt Gigl. Die Öffnung für mich ist die bestmögliche Lösung. Nun werde er ein Versprechen einlösen, und eine Kerze in der Kapelle neben dem Gasthof anzünden.  

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gr

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