VonGerti Reichlschließen
Die Gäste- und Übernachtungsstatistik für den März liegt vor. So hat sich Corona bisher ausgewirkt.
Tegernseer Tal – Tourismus-Chef Christian Kausch hat die Bekanntgabe der Lockerungsschritte aufmerksam verfolgt. Er hatte doch sehr gehofft, dass Hotelbetrieb und Tourismus ab Pfingsten wieder zugelassen sein würden. „Wir sind eine grenznahe Region“, so Kausch, „es wäre doch schrecklich, wenn alle Richtung Achensee und durchs Tal nur durchfahren, weil es hier nur alles To Go gibt.“
Kausch hat die aktuelle Gäste- und Übernachtungsstatistik vor sich liegen – und die macht die Folgen von Corona deutlich sichtbar. Im März zeigt das Gesamtergebnis ein Minus von 66,34 Prozent bei den Gästen, verglichen mit dem Vorjahresmonat. In absoluten Zahlen: Im März kamen lediglich 13 466 Gäste in Orte der Alpenregion Tegernsee Schliersee, die Kurbeitrag erheben. Dazu zählen nicht nur die fünf Talgemeinden, sondern auch Bayrischzell, Fischbachau und Schliersee. Das sind 26 542 Gäste weniger als im März 2019. Die Zahl der Übernachtungen brach im März um 54,47 Prozent ein. Insgesamt wurden 62 461 Übernachtungen gemeldet, 74 725 weniger als im Jahr zuvor.
Gästestatistik am Tegernsee: „Wir müssen jetzt wieder auf uns aufmerksam machen“
Dennoch werden die Betten nach wie vor gefüllt – „von all jenen, die einen zwingenden Grund haben“, so Kausch. „Etwa Geschäftsreisende oder Handwerker.“ Laut Kausch hätten lediglich die großen Betriebe komplett geschlossen. Kleinere Häuser oder Vermieter von Ferienwohnungen stünden für Anfragen zur Verfügung. Diese Anfragen gebe es spärlich, aber laufend. „Wir müssen jetzt wieder auf uns aufmerksam machen“, sagt Kausch mit Blick auf die Werbung für Urlaub im Deutschland. „Mit unserem Namen Tegernsee werden wir es sicherlich einfacher haben.“
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