Reparaturen sollen demnächst beginnen

Tegernseer Halle wird für Interimsnutzung fit gemacht – Generalsanierung ab 2027

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Leer geräumt wurde die Turnhalle beim Gymnasium Tegernsee bereits. Nun geht es an die Reparaturen, sodass die Halle vorübergehend wieder für den Sport genutzt werden kann.
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Die Landkreis-Turnhalle beim Tegernseer Gymnasium hat als Flüchtlingsunterkunft ausgedient. Nun geht es darum, sie wieder fit zu machen für den Sport. Allerdings wird die Nutzung nur vorübergehend möglich sein: Ab 2027 ist eine Generalsanierung der Halle geplant.

Tegernsee - Fast zwei Jahre lang, nämlich seit Dezember 2022, wurde die landkreiseigene Turnhalle in Tegernsee als Unterkunft für Geflüchtete genutzt. Als erste von insgesamt drei Hallen im Landkreis wurde sie Ende vergangenen Jahres frei gemacht, die letzten Bewohner zogen Anfang November aus. Wenn das Landratsamt nunmehr Sanierungsmaßnahmen ankündigt, spricht es von zwei Paar Schuhen: Zum einen geht es um die Beseitigung von Schäden, die durch die Nutzung als Notunterkunft entstanden sind, zum anderen um eine groß angelegte Sanierung.

Freistaat muss Kosten für erste Reparaturen tragen

„Die Schäden und die damit erforderlichen Reparaturen, die durch die Asylnutzung angefallen sind, werden in einem eigenen Verfahren mit dem Freistaat Bayern abgerechnet“, erläutert eine Landratsamtssprecherin auf Nachfrage. Die Reparaturen, beispielsweise an der Hallenbeleuchtung, sowie Schreiner- und Malerarbeiten sollen noch im März beginnen. Für Mitte April ist bereits die erforderliche Prüfung des Hallen-Innenlebens, beispielsweise von Kletterwand, Trennvorhang, Rauchmelder oder Sportgeräten, geplant.

„Vorsichtige Schätzung“: Halle könnte nach Osterferien wieder nutzbar sein

„Vorsichtigen Schätzungen zufolge könnte die Tegernseer Halle nach den Osterferien wieder nutzbar sein“, erklärt die Sprecherin. Fix zusagen könne man aufgrund möglicher längerer Lieferzeiten und der Koordination durch verschiedene Stellen zwar nichts. „Wir arbeiten jedoch mit Hochdruck daran, die Halle so schnell wie möglich wieder einsatzbereit zu machen.“

Für Generalsanierung sind 6,3 Millionen Euro eingeplant

Für Gymnasium und Vereine wäre dies eine Riesenerleichterung. Zwei Jahre lang konnte die Schule nur dank diverser Ausweichmöglichkeiten an anderen Schulen und viel Improvisationsgeschick Sportunterricht anbieten. Klar ist aber schon jetzt: Es handelt sich lediglich um eine Interimsnutzung, bis der Landkreis die Generalsanierung der Halle in Angriff nimmt. 6,3 Millionen Euro sind dafür im Finanzplanungszeitraum des aktuellen Haushalts veranschlagt.

Die Planung für die Generalsanierung soll noch heuer beginnen, der Baustart erfolgt laut Landratsamt etwa eineinhalb bis zwei Jahre später. Für die Sanierungsmaßnahme selbst veranschlagt die Behörde eine Bauzeit von etwa zwei bis zweieinhalb Jahren. Damit wäre man im Jahr 2029 angelangt.

Landkreiseigene Turnhalle wird rundum modernisiert

Danach soll die Halle rundum erneuert und modernisiert sein. Die Sanierung umfasst nach Angaben des Landratsamts unter anderem eine energetische Ertüchtigung, eine Sanierung des Daches, Brandschutzmaßnahmen sowie die Erneuerung der Elektrik, einschließlich Beleuchtung und Sicherheitsbeleuchtung, und die Erneuerung der Lüftung, Heizung und Wasserversorgung. Ebenfalls geplant: der Einbau neuer Trennvorhänge, Prallwände, fest eingebauter Sportausstattungen sowie die Erneuerung von Sportboden, Umkleiden und Sanitärausstattungen. Auch die Außensportflächen sollen aufgemöbelt werden.

Um die Vorbereitungs- und Planungszeit bis zum tatsächlichen Start der Generalsanierung sinnvoll zu überbrücken, sei beschlossen worden, die Halle vorläufig wieder für den Sport herzurichten. „Die Sporthalle“, so erläutert die Sprecherin, „soll zwischen den beiden Maßnahmenpaketen interimsweise weiter genutzt werden“. Langfristig steht dem Gymnasium also erneut eine herausfordernde Zeit bevor – zumal ab etwa 2027 auch eine umfangreiche Sanierung des Schulgebäudes selbst geplant ist.

gab

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