VonSascha Karowskischließen
Daniela Pohlschließen
Nachdem es innerhalb eines Jahres zu zwei schweren Unfällen an der Trambahnhaltestelle Donnersbergerstraße gekommen ist, ordnet OB Dieter Reiter jetzt Tempo 30 an.
München – Mehr Sicherheit am Horror-Häusl: Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat die Trambahnhaltestelle Donnersbergerstraße mit Pollern absichern lassen. Der Stadtchef hatte diese Maßnahme angekündigt, nachdem es an dem Wartehäuschen dieses Jahr zu zwei schweren Unfällen gekommen war – einmal mit tragischen Folgen: Der Unfall im Mai forderte zwei Todesopfer. Die Poller sollen für mehr Sicherheit sorgen, doch das ist nicht alles: Bald müssen Autofahrer hier auch runter vom Gas gehen – der Stadtchef ordnet Tempo 30 an!
Der gefährliche Tram-Halt befindet sich in der Arnulfstraße vor dem Mercedes-Händler. Bei der Tragödie am 7. Mai war ein BMW-SUV in das Wartehäuschen gekracht. Zwei Frauen (22, 72) starben später im Krankenhaus, mehrere Menschen wurden schwer verletzt. Bei dem zweiten Unfall, der sich am 7. November ereignete, touchierte ein Laster einen VW, der sich dadurch im Gleisbett der Tram querstellte und gegen das Häuschen knallte. Zum Glück ging dieser Unfall glimpflich aus, die Autofahrerin kam mit leichten Verletzungen davon. Doch bereits am selben Tag war für Reiter klar: „Das darf so nicht weitergehen.“
Der OB hatte angesichts der schweren Unfälle angeordnet, die Verkehrssicherheit zu überprüfen und die Sicherheit für die Wartenden an der Haltestelle zu erhöhen.
OB Dieter Reiter: „Die Verkehrssicherheit muss Vorrang haben“
Ergebnis: Neben den Pollern soll eine Geschwindigkeitsbeschränkung im Bereich der Station die Gefahr entschärfen. „Die Unfälle an der Donnersbergerstraße haben auf tragische Weise gezeigt, wie gefährlich die Situation ist, wenn Fahrzeuge unkontrolliert und mit hohem Tempo in den Bereich einer Haltestelle gelangen. Poller reichen nicht aus – wir müssen alle rechtlich und fachlich möglichen Maßnahmen ergreifen, um Menschen besser zu schützen und solche Unfälle künftig zu verhindern. Deshalb halte ich Tempo 30 und bessere Markierungen für eine gute Lösung. Die Verkehrssicherheit muss Vorrang haben“, sagt Reiter zur tz.
Die Beschilderung für das Tempolimit soll nach aktueller Planung Mitte Januar angebracht werden. Die Markierungen auf der Fahrbahn, die erneuert und erweitert werden, sollen witterungsbedingt im Frühjahr folgen. Zudem werde die Polizei gebeten, an dieser Stelle zusätzliche Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen.
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