Bahnverkehr

Tempo wird reduziert: Langfristige Einschränkungen auf der S4 im nächsten Jahr

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Eine S4 am Bahnhof in Fürstenfeldbruck.
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Die S4 und der Regionalverkehr auf der Strecke werden im kommenden Jahr neun Monate lang nur mit Einschränkungen unterwegs sein können. Die Geschwindigkeit der Züge wird reduziert.

Fürstenfeldbruck - Auf dem Westast der S4 besteht Sanierungsbedarf. Weil die Bahn insgesamt aber viele Baustellen hat, die Planung Zeit erfordert und die Ressourcen der Bauwirtschaft nicht unendlich sind, könnten manche Maßnahmen erst im kommenden Jahr durchgeführt werden, so eine Bahnsprecherin. Auf betroffenen Strecken – etwa zwischen München-Pasing und Grafrath sowie zwischen Geltendorf und Kaufering – reduziert die Bahn daher bis zum Baustart vorsorglich die Geschwindigkeit.

Das heißt: Fahrgäste zwischen München quer durch den Brucker Landkreis bis Buchloe müssen sich vom 7. Februar bis 31. Oktober auf Fahrplanänderungen einstellen. Also um die neun Monate lang.

Nach aktuellem Stand kommt es ab dem 7. Februar im Regional- und S-Bahnverkehr zwischen München und Geltendorf beziehungsweise Buchloe zu Fahrzeitverlängerungen, veränderten Abfahrts- beziehungsweise Ankunftszeiten, vorzeitigen Wenden und vereinzelten Zugausfällen. Planerische Prämisse ist dabei, dass die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der S-Bahnen in München-Pasing sowie der Regional- und Fernverkehrszüge in Buchloe möglichst unverändert bleiben, um das Fahrplangefüge auf der dicht befahrenen Münchner S-Bahn-Stammstrecke und den eingleisigen Abschnitten im Allgäu nicht zu gefährden, so die Bahnsprecherin.

Die S4 muss zwischen Buchenau und Geltendorf den Verhältnissen angepasst werden. Die Züge werden einmal pro Stunde vorzeitig in Buchenau statt in Geltendorf wenden, dafür fahren die bisher in Grafrath wendenden Züge dann bis Geltendorf. Zur Hauptverkehrszeit müssen einige Züge zwischen Buchenau und Geltendorf entfallen. Die S20 pendelt nur zwischen Höllriegelskreuth und München-Pasing.

Die Regionalbahnlinien RB68 Füssen – München und RB74 Buchloe – München werden eingekürzt und beginnen beziehungsweise enden bereits in München-Pasing, anstatt wie gewohnt bis zum Münchner Hauptbahnhof zu fahren. Fahrgäste der Regionalexpresslinien aus und in Richtung Kempten, Lindau und Memmingen müssen sich auf längere Fahrzeiten und um bis zu 20 Minuten frühere Abfahrten in München einstellen.

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