ERÖFFNUNG

Teuer, aber wichtig und beliebt: Miesbach hat am Eisstadion wieder eine Brücke über die Schlierach

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Die direkte Verbindung über die Schlierach ist wieder offen: Offiziell eingeweiht hat Miesbachs Bürgermeister Gerhard Braunmiller (M.) am Freitag zusammen mit Jürgen Brückner vom Tiefbauamt die neue Brücke am Eisstadion. Um das Bauwerk besser zu schützen, wurde die Konstruktion ortstypisch mit Lärchenholz eingehaust.
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Es war ein langer Weg, um diese bei den Bürgern beliebte Abkürzung zu erneuern. Aber jetzt ist es geschafft: Die neue Brücke ist eröffnet.

Am Freitagmittag hat Miesbachs Bürgermeister Gerhard Braunmiller im Beisein des evangelischen Pfarrers Friedrich Woltereck aus Hausham und Pastoralassistentin Lisa Boxhammer von der katholischen Kirche Miesbach/Hausham sowie Vertretern aus Verwaltung und Stadtrat die neu gebaute Brücke über die Schlierach am Eisstadion offiziell eingeweiht.

Neue Schlierachbrücke am Miesbacher Eisstadion eingeweiht

2020 hatte ein Prüfbericht den mangelhaften Zustand der Brücke offenbart. Im März 2021 war sie Brücke aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Dann folgte die erste öffentliche Ausschreibung, die aber kein wirtschaftliches Ergebnis brachte. Erst im März dieses Jahres konnte ein geeignetes Unternehmen für den Bau gefunden werden.

Teuer, aber wichtig und beliebt

Für einigen politischen Sprengstoff hatten im Vorfeld die Kosten gesorgt. War man anfangs noch von rund 200.000 Euro ausgegangen, kletterte der Aufwand im Zuge der allgemeinen Kostenexplosion deutlich. Am Ende lagen die kompletten Baukosten inklusive aller Nebenkostenkosten nun bei 350.000 Euro brutto – ein Anstieg von 75 Prozent.

Eine Sanierung der total maroden Brücke war nicht mehr möglich gewesen. Wegen der angespannten Finanzlage der Stadt gab es deshalb im Stadtrat nicht öffentlich sogar die Überlegung, die Brücke gar nicht mehr neu zu bauen. Ein Vorstoß, der aber auf massiven Widerstand gerade bei Grünen und SPD traf. Am Ende gab den Ausschlag, dass die Brücke ebenso als Schulweg dient wie auch als Fluchtweg für das Eisstadion.

Bürgermeister lobt „richtige Entscheidung“

Auch Bürgermeister Braunmiller würdigte den Bau als „richtige Entscheidung“, wenngleich das Projekt in technischer wie auch organisatorischer Hinsicht eine Herausforderung gewesen sei. Denn der größte Aufwand steckt in den Fundamenten, wie Jürgen Brückner vom städtischen Tiefbauamt erklärt: „Lediglich ein Drittel der kosten steckt im Überbau.“ Im Zuge des Neubaus wurden gleich die Ufermauern mit erneuert – eine Entscheidung mit Weitblick, wie Brückner sagt: „Die Fundamente sind langlebig. Die wird man noch nutzen können, wenn der Überbau in ein paar Jahrzehnten erneuert werden muss.“

ddy

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