„Wir sind alle verliebt in dich“: Dieses Feedback bekam der Fünftklässler Nils Dinslage aus Bad Tölz nach seinem Auftritt in der Sat.1-Show „The Voice Kids“, die am Sonntag ausgestrahlt wurde. Er konnte sich am Ende zwischen den Teams von Mark Forster und „The BossHoss“ entscheiden.
Bad Tölz - Mit seinem Auftritt in der Sat.1-Sendung „The Voice Kids“ hat der zehnjährige Nils Dinslage aus Bad Tölz die Herzen des Publikums und der Jury gewonnen. Der Fünftklässler überzeugte mit seiner Darbietung des Liedes „Heal the World“ von Michael Jackson und kam eine Runde weiter.
Die zuvor aufgezeichnete Sendung wurde am Sonntagabend ausgestrahlt. Wer auf Nils’ Auftritt wartete, brauchte Geduld. Denn erst um kurz nach 22 Uhr flimmerte die Darbietung des Tölzer Buben über den Bildschirm. In einem Einspielfilm waren Nils und seine Eltern sowie seine ältere Schwester zunächst im Gespräch mit Moderator Thore Schölermann zu sehen. Nils berichtete, dass Michael Jackson sein großes Vorbild sei und führte auf Strumpfsocken ein paar Schritte von dessen berühmter Tanzbewegung „Moonwalk“ vor.
Als Nils dann im Berliner TV-Studio auf die Bühne trat, machte er es besonders spannend. Bei „The Voice“ sitzen die Juroren mit den Rücken zu den Kandidaten – daher wird diese Runde in der Sendung „Blind Auditions“ genannt. Wenn einer der prominenten Experten von der Gesangsleistung überzeugt ist, drückt er einen Knopf, und der Stuhl dreht sich um. Nils aber sah fast die ganze Zeit über, in der er mit glasklarer Stimme „Heal the World“ sang, nur die Rückenlehnen und musste somit fürchten auszuscheiden.
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Erst kurz vor Schluss kam der erlösende Moment: Das Country-Duo „The BossHoss“ betätigte den Buzzer – und dann, buchstäblich mit dem letzten Ton des Liedes, auch Deutsch-Popper Mark Forster. Die Jurorinnen Stefanie Kloß („Silbermond“) und Lena Meyer-Landrut hingegen drehten sich nicht für Nils um. Kloß stellte dennoch fest: „Wir sind alle ganz verliebt in dich!“ Dementsprechend nahmen alle Juroren den Zehnjährigen nach seinem Auftritt in den Arm.
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Sodann begann das Werben um Nils. Der Bub hatte die Auswahl, ob ihn im weiteren Verlauf der Show Mark Forster oder „The BossHoss“ als Coach betreuen sollen. Als Nils erklärte, dass er in seiner Freizeit gerne Origami bastele, behauptete Mark Forster zum Amüsement des Publikums: „Ich bastele auch sehr gerne. Wir haben ein gemeinsames Hobby. Ich kann ein Flugzeug falten.“ Alec Völkel von „The BossHoss“ bescheinigte Nils, er sei „sehr mutig“ gewesen, und lobte: „Du hängst die Messlatte hoch. Wie du das gemacht hast, hat uns sehr beeindruckt.“
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Der Tölzer Schüler entschied sich dennoch, in das Team von Mark Forster zu gehen und bekam dafür eine Baseball-Kappe, das Markenzeichen des Sängers, aufgesetzt. In der nächsten Runde wird sich Nils in einem sogenannten „Battle“, einem Gesangduell, mit einem anderen Kandidaten messen müssen. An dieser Phase der Show teilzunehmen, sei sein „großer Traum“, sagte er.
Der Bericht vom 16. März:
Bad Tölz – „Heal the World“ von Michael Jackson hat Nils Dinslage aus Bad Tölz für seinen großen Auftritt ausgewählt. Am Sonntag ist der Zehnjährige in der Sat.1-Show „The Voice Kids“ zu sehen. Ob eines der Jury- Mitglieder – im Gremium sitzen die Musiker Lena Meyer-Landrut, Stefanie Kloß, „The BossHoss“ und Mark Forster – ihn unter die Fittiche nehmen wird, darf der Schüler des Tölzer Gabriel-von-Seidl-Gymnasiums vor der Ausstrahlung der aufgezeichneten Sendung natürlich nicht verraten.
„Es war ziemlich aufregend“, erzählt Nils. Für die Castingshow für Kinder zwischen 7 und 15 Jahren bewerben sich deutschlandweit tausende Mädchen und Buben. Zunächst muss ein Video eingeschickt werden. Wer weiterkommt, wird zu einer Vorauswahl eingeladen und alle, die dort bestehen, dürfen nach Berlin zu den sogenannten „Blind Auditions“. Bei diesem Auftritt auf großer Bühne vor Publikum sehen die Juroren die jungen Sänger nicht, können also nur über den Gesang beurteilen, ob sie einen Teilnehmer in ihr „Team“ aufnehmen wollen.
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„Ich hab’ das immer schon angeschaut“, sagt Nils, „und dann hab’ ich meine Mutter gefragt, ob sie mich da anmelden kann.“ Mama Anja Dinslage nahm diese Bitte zunächst nicht ernst, aber der Junior ließ nicht locker. Also schickten sie einen Videomitschnitt vom Tag der offenen Tür der Tölzer Musikschule Trommmelfell ein, auf dem Nils mit dem Lied „Achterbahn“ von Clueso zu hören war. In den Sommerferien bekam er prompt eine Einladung zur nächsten Runde. „Er singt wirklich immer und überall“, sagt Mama Anja augenzwinkernd. „Und zu Weihnachten hab’ ich eine Karaoke-Maschine bekommen“, ergänzt Nils.
Im Herbst ging es für ihn dann tatsächlich in die Berliner Fernsehstudios. Für den Fünfklässler eine spannende Erfahrung. Die Interviews für die kleinen Einspielfilme und die Proben fanden über mehrere Tage verteilt statt; Nils hat dafür extra schulfrei bekommen. Und natürlich war seine Mutter immer dabei. Für den großen Auftritt reiste dann die ganze Familie an, um hinter den Kulissen die Daumen für den jungen Sänger zu drücken. Ob er weitergekommen ist oder nicht kann man am Sonntag ab 20.15 Uhr auf Sat.1 sehen. Eines ist Nils aber schon mal sicher: Alle Blind-Audition-Teilnehmer dürfen ins Disneyland nach Paris fahren.
Auch Bastian Springer aus Taufkirchen wollte bei den Blind Auditions überzeugen.
ig/ast
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