Eine wichtige Hürde auf dem Weg ins Berufsleben oder zu weiterführenden Schulen ist geschafft. Mit viel Freude und Herzlichkeit verabschiedete die Tölzer Montessorischule jetzt ihre Abschluss-Schüler der neunten und zehnten Klasse.
Bad Tölz – „Heute ist der Tag, an dem wir euch gehen lassen müssen und dürfen“, sagte Schulleiterin Christina Rothleitner. „Ich bin mir sehr sicher, dass Ihr Euren Weg machen werdet.“ Die Werte der Montessori-Pädagogik, die die Individualität jedes Kindes in den Vordergrund stellen, hätten auch heute noch Gültigkeit.
Elternbeirats-Vorsitzender Detlef Burkhardt legte den 33 Absolventen ans Herz, das gewonnene Wissen weiter auszubauen: „Jeder von Euch hat während der Schuljahre erfahren, wo seine Stärken liegen und was weniger gut läuft. Je weiter Ihr Eure Fähigkeiten und Euer Wissen ausbauen könnt, umso besser.“ Für die Zukunft wünschte Burkhardt den Jugendlichen innere Freiheit, viele Augenblicke des Glücks und einen Beruf, „für den ihr brennt. Das alles zusammen nennt man dann ein erfülltes Leben.“ Man dürfe aber nicht erwarten, dass immer alles nach Plan verlaufe.
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Aus dem Kreis der 19 Absolventen der neunten Klasse haben sich neun Schüler dafür entschieden, die zehnte Klasse und damit die Mittlerer Reife in Angriff zu nehmen. Für die anderen zehn Neuntklässler sowie für die 14 Absolventen der zehnten Klasse allerdings werde es wohl schon bald Veränderungen im Tagesablauf geben, stellte Marion Bürkner vom Verwaltungsrat der Schule fest: „So viel Freiheit und Freizeit wie bisher werdet Ihr künftig wahrscheinlich nicht mehr haben. Nehmt Euren Weg jetzt selbst in die Hand.“
Rothleitners Dank galt allen Pädagogen, die die Entlass-Schüler von der Unterstufe an begleitet haben: Sie alle hätten Anteil an den guten Ergebnissen, die man nun feiern dürfe. „Ihr könnt jetzt die Lorbeeren für Eure Mühen ernten“, unterstrichen die beiden aktuellen Gruppenleiterinnen der Abschlussklassen, Claudia Jambor und Inka Sauerwein, bei der sehr persönlich gestalteten Zeugnisübergabe – wobei humorvoll auch gewisse Eigenheiten der Jugendlichen zutage kamen.
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Die Absolventen selbst hatten nicht nur mit Hilfe der Achtklässler die Feier vorbereitet, wie die Schulleiterin anerkennend anmerkte, sondern auch zwei musikalische Beiträge einstudiert. Genauer gesagt waren es Annika Peters, Selina Diesslin und Lilli Jardai, die zusammen den Max-Giesinger-Song „Wenn die Erde sich zu langsam dreht...“ vortrugen und auch ihre Verbundenheit mit den Pädagogen musikalisch verpackt vermittelten. Die Melodie dazu stammte von Udo Jürgens („Aber bitte mit Sahne“), der Text war eine selbst verfasste Hommage und endete in jeder Strophe mit einem betonten „Vielen Dank für die Jahre“. rb