Müllverschmutzung in Tölz

Scherben an der Isar: „Das ist unmöglich“

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So sieht es an manchen Stellen an der Isar in Bad Tölz aus.
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Ihrem Ärger machte eine Tölzer Mutter auf Facebook Luft. „Eine riesen Sauerei wieder mal an der Isar“, schrieb sie. An der Stelle gegenüber dem Moralt-Areal, an der ihr kleiner Sohn gerne im Wasser spiele und Sandburgen baue, würden neuerdings überall Glasscherben auf dem Boden und im Wasserliegen.

Bad Tölz –  Scherben, Müll, Zigarettenstummel, Bierflaschen, Deckel und Co. verschönern nicht gerade das Bild der Isar in Bad Tölz. „Wir sind früher auch zusammengesessen mit Musik, was zum Trinken und Essen an der Isar, aber so einen Müll zu hinterlassen und Flaschen kaputtzuschmeißen, dass sich Kind oder Hund die Füße aufschneiden ist unmöglich“, sagt eine junge Mutter, die sich über die Zustände an der Isar auf Social Media empört. 

Windeln und Feuchttücher direkt am Wanderweg 

Auf Nachfrage erzählt sie, dass es schon immer wieder viel Müll an gewissen Stellen gegeben habe, an denen wohl Jugendliche gemeinsam feiern. Aber: Es gebe auch andere, die ihren Müll nicht wegräumen. „Direkt am Wanderweg liegen Windeln, Feuchttücher, Tüten mit Hundekot und so weiter.“ Daher gelte ihr Appell allen, nicht nur den jungen Leuten. Auf ihren Beitrag hin habe sie viel Zuspruch bekommen, und viele hätten geschrieben, dass sie ebenfalls regelmäßig an der Isar viel Müll vorfinden.

Tatsächlich beobachtet auch die Stadt Bad Tölz, wie kürzlich berichtet, ein höheres Aufkommen an Müll in öffentlichen Abfalleimern. Daher wurden noch 14 weitere große Tonnen im Stadtgebiet aufgestellt, wie Rathaus-Sprecherin Birte Otterbach sagt. Von den Zuständen an der Isar habe es keine Berichte im Rathaus gegeben. Aber man habe auch das „Müllwagerl“ verstärkt. Das Gefährt ist sieben Tage die Woche unterwegs und ist statt mit einer Person nun mit zwei bis drei Personen besetzt.

Stadt beobachtet höheres Aufkommen an Müll 

Problematisch sei allerdings, dass derzeit vermehrt Pizzaboxen entsorgt werden. „Die fallen natürlich ins Auge.“ Sie bittet daher darum, dass diese Boxen mitgenommen und zu Hause entsorgt werden. Ebenso sollten keine Tüten mit Müll neben die Abfalleimer gestellt werden. „Die können von Tieren aufgerissen werden. Dann ist das nicht in den Griff zu bekommen.“ Wichtig sei Rücksicht von jedem einzelnen. „Denn mehr, als den Takt und die Kapazität erhöhen, können wir nicht.“ Alle würden sich Mühe geben, aber es müssten auch alle mithelfen. Otterbach: „Viele verhalten sich ja auch richtig. Gemessen am Besucheraufkommen läuft es richtig gut.“ 

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