„Sehr viel deutet darauf hin“

Tote Schafe bei München gefunden: War es ein Wolf? Experten untersuchen jetzt Tier-Kadaver

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Mehrere tote und verletzte Schafe hat ein Bauer bei Großhelfendorf gefunden. „Sehr viel“ deute darauf hin, dass es ein Wolf war. Nun untersuchen Experten die Kadaver.

Aying - Treibt ein Wolf bei Aying sein Unwesen? Dieses Gerücht macht in der Gemeinde derzeit die Runde, nachdem am Donnerstagmorgen zwei tote und ein schwer verletztes Schaf gefunden worden waren. Doch bislang ist das Ganze nicht mehr als ein Gerücht. Denn bestätigen können die Behörden die Raubtier-Attacke nicht.

Kehlbisse bei fünf Schafen: Jägerin stellte „hundeähnliche Spuren“ fest

Zu den Fakten: Landwirt Georg Riesenberger hat am Donnerstagmorgen zwei Schafe tot aufgefunden. Ein drittes sei so schwer verletzt gewesen, dass es der Landwirt erlösen musste. Noch zwei weitere Schafe seien verletzt gewesen, alle fünf hätten einen Kehlbiss gehabt, aber keine weiteren Bissspuren, berichtet die Landwirtsfamilie auf Nachfrage. Die Schafe seien auf der Weide hinter dem Hof an der Rosenheimer Straße gerissen worden, kurz vor dem Ortsausgang. Dort hatten sieben weibliche Schafe geweidet. Riesenberger habe den Tierarzt, verschiedene Jäger und Förster hinzugezogen. Eine Jägerin stellte „hundeähnliche Spuren“ fest. Das bestätigte am Sonntag die Pressestelle des Münchner Polizeipräsidiums auf Anfrage des Münchner Merkur.

Das tote Kamerun-Schaf der Familie Riesenberger aus Großhelfendorf.

Der Vorfall werde von Fachleuten weiter untersucht, sagt Landwirt Riesenberger, noch sei ein Wolfsriss nicht zu 100 Prozent bestätigt, „aber sehr viel deutet darauf hin“. Er habe Maßnahmen getroffen, um seine 20 Schafe noch besser zu schützen. Die drei toten Schafe hat die Landwirtsfamilie am Samstag ins Institut für Tierpathologie nach Oberschleißheim gebracht, wo sie im Auftrag des bayerischen Landesamts für Umwelt untersucht werden.

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Tote Schafe: Erste Gerüchte breiteten sich schnell auf Facebook aus

Auf Nachfragen haben am heutigen Sonntag weder Polizei noch Landratsamt bestätigen können, dass es sich tatsächlich um die Attacke eines Wolfes handelt.

Im Landkreis München wurden zwei tote Schafe gefunden – auf der Weide befanden sich Pfotenabdrücke.

Im Internet verbreitete sich die Nachricht schnell. Bereits am Freitag machten auf Facebook erste Gerüchte die Runde, dass ein Wolf die Schafe tot gebissen haben könnte. Pferdebesitzer zeigten sich daraufhin um ihre Pferde besorgt, die im Freien gehalten werden. Auch Spaziergänger, die häufiger im Wald unterwegs sind, sorgen sich.

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