Eine Region steht unter Schock

„Dachte, sie kommt sicher wieder“: Tragischer Tod von Laura Dahlmeier bewegt Magdalena Neuner und ihre Heimat

Alle Autoren
    schließen
  • Joshua Eibl
  • Christian Fellner
    Christian Fellner

Die Trauer im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist gewaltig: Der Verlust von Ex-Biathletin Laura Dahlmeier macht viele fassungslos. Weil sie ein Mensch war, der nicht nur sportlich begeisterte. Sondern auch mit Charakter punktete.

Garmisch-Partenkirchen – Magdalena Holzer kann es noch gar nicht glauben. „Es ist einfach unfassbar. Ich habe das Gefühl, dass das gar nicht stimmen kann. Ich habe mir die ganze Zeit gedacht: Nein, das ist ein Schmarrn, sie kommt sicher wieder“, sagt die Wallgauerin. Doch auch sie weiß seit gestern Nachmittag: Sie liegt falsch.

Denn nun herrscht traurige Gewissheit: Laura Dahlmeier hat den Unfall am Laila Peak im fernen Pakistan nicht überlebt, alle Hoffnungen waren umsonst. Ihr Management verkündete die Todesnachricht. „Es ist so schwer zu begreifen“, sagt Holzer, frühere Neuner – und spricht damit sicher einer ganzen Region in diesen schweren Stunden aus dem Herzen.

Wunsch von Laura Dahlmeier wird erfüllt

In 5.700 Metern Höhe an diesem extremen Gipfel im Karakorum-Gebirge geschah das Unglück. Ein Felssturz erwischte die Garmisch-Partenkirchnerin, die mit einer Seilpartnerin unterwegs in Richtung Gipfel war. Zu der 31-Jährigen vorzudringen, war Rettungskräften trotz vieler Bemühungen aufgrund der Wetterbedingungen und der geographischen Lage immer noch nicht möglich. Inwieweit die Suche fortgesetzt wird, war am Mittwoch nicht abzusehen.

Von Dahlmeiers Management kam die Nachricht, dass die Sportlerin selbst schriftlich hinterlassen habe, „dass in einem Fall wie diesem, niemand sein Leben riskieren darf, um sie zu bergen. Ihr Wunsch war es, ihren Leichnam in diesem Fall am Berg zurückzulassen. Dies ist auch im Sinne der Angehörigen“.

„Eine Königin des Wintersports“: Die Reaktionen auf den tragischen Tod von Laura Dahlmeier

Der bayerische Ministerpräsident meldete sich nach der tragischen Nachricht umgehend bei Social Media: „Bayern trauert um eine Königin des Wintersports. (…) Laura Dahlmeier war ein großes Vorbild und eine herausragende Botschafterin Bayerns. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie. Wir werden Laura Dahlmeier ein ehrendes Andenken bewahren.“
Der bayerische Ministerpräsident meldete sich nach der tragischen Nachricht umgehend bei Social Media: „Bayern trauert um eine Königin des Wintersports. (…) Laura Dahlmeier war ein großes Vorbild und eine herausragende Botschafterin Bayerns. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie. Wir werden Laura Dahlmeier ein ehrendes Andenken bewahren.“ © via www.imago-images.de
Auch Bundespräsident Frank Walter Steinmeier war schockiert: „Wie so viele Menschen in unserem Land habe ich bis zuletzt um Laura Dahlmeier gebangt und gehofft, dass sie nach ihrem tragischen Bergunfall in Pakistan doch noch lebend geborgen werden könnte. Laura Dahlmeier war eine Botschafterin unseres Landes in der Welt, ein Vorbild für ein friedliches, fröhliches und faires Miteinander über Grenzen hinweg. So wird sie mir, so wird sie vielen Menschen in unserem Land in Erinnerung bleiben.“
Auch Bundespräsident Frank Walter Steinmeier war schockiert: „Wie so viele Menschen in unserem Land habe ich bis zuletzt um Laura Dahlmeier gebangt und gehofft, dass sie nach ihrem tragischen Bergunfall in Pakistan doch noch lebend geborgen werden könnte. Laura Dahlmeier war eine Botschafterin unseres Landes in der Welt, ein Vorbild für ein friedliches, fröhliches und faires Miteinander über Grenzen hinweg. So wird sie mir, so wird sie vielen Menschen in unserem Land in Erinnerung bleiben.“ © Annegret Hilse / SVEN SIMON
Auch Kanzler Friedrich Merz meldete sich zu Wort: „Als Weltmeisterin und Olympiasiegerin vollbrachte sie Leistungen, die in die Biathlon-Geschichte unseres Landes eingegangen sind. Die traurige Gewissheit über den Tod von Laura Dahlmeier macht mich sehr betroffen. Wir trauern mit ihren Angehörigen, Freunden und Weggefährten.“
Auch Kanzler Friedrich Merz meldete sich zu Wort: „Als Weltmeisterin und Olympiasiegerin vollbrachte sie Leistungen, die in die Biathlon-Geschichte unseres Landes eingegangen sind. Die traurige Gewissheit über den Tod von Laura Dahlmeier macht mich sehr betroffen. Wir trauern mit ihren Angehörigen, Freunden und Weggefährten.“ © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
„Schweren Herzens nehmen wir Abschied von Laura Dahlmeier. Ihr plötzlicher Tod macht uns fassungslos. Sie war mehr als eine Olympiasiegerin – sie war ein Mensch mit Herz, Haltung und Vision. Deine Geschichte wird weiterleben, Laura“, schrieb der DOSB.
„Schweren Herzens nehmen wir Abschied von Laura Dahlmeier. Ihr plötzlicher Tod macht uns fassungslos. Sie war mehr als eine Olympiasiegerin – sie war ein Mensch mit Herz, Haltung und Vision. Deine Geschichte wird weiterleben, Laura“, schrieb der DOSB. © IMAGO/imageBROKER/Timon Schneider
Auch der DSV meldete sich mit einem Statement:„Wir trauern um unsere ehemalige Athletin und Biathlon-Legende Laura Dahlmeier. (…) Sie war nicht nur eine der erfolgreichsten Athletinnen in der Geschichte des Deutschen Skiverbandes, sondern auch ein außergewöhnlicher Mensch voller Lebensfreude, Mut und Herzlichkeit (…) Wir werden Laura stets als großartige Sportlerin und wunderbaren Menschen in Erinnerung behalten. Ruhe in Frieden, Laura.“
Auch der DSV meldete sich mit einem Statement: „Wir trauern um unsere ehemalige Athletin und Biathlon-Legende Laura Dahlmeier. (…) Sie war nicht nur eine der erfolgreichsten Athletinnen in der Geschichte des Deutschen Skiverbandes, sondern auch ein außergewöhnlicher Mensch voller Lebensfreude, Mut und Herzlichkeit. (…) Wir werden Laura stets als großartige Sportlerin und wunderbaren Menschen in Erinnerung behalten. Ruhe in Frieden, Laura.“ © IMAGO/Ulrich Wagner
DOSB-Chef Thomas Weikert war untröstlich: „Der DOSB und der gesamte deutsche Sport trauern um Laura Dahlmeier. Wir sind zutiefst erschüttert über den plötzlichen und viel zu frühen Tod dieses wunderbaren Menschen. (...) Ihr Einsatz für den Sport, ihre Leidenschaft für die Natur und ihr Engagement für die Gesellschaft machen sie zu einer inspirierenden Persönlichkeit. Ihre Geschichte bleibt. Als Tochter, Schwester, Freundin, Olympionikin und Biathlon-Legende. Laura wird für immer ein fester Teil von Team Deutschland bleiben. Sie wird uns fehlen.“
DOSB-Chef Thomas Weikert war untröstlich: „Der DOSB und der gesamte deutsche Sport trauern um Laura Dahlmeier. Wir sind zutiefst erschüttert über den plötzlichen und viel zu frühen Tod dieses wunderbaren Menschen. (...) Ihr Einsatz für den Sport, ihre Leidenschaft für die Natur und ihr Engagement für die Gesellschaft machen sie zu einer inspirierenden Persönlichkeit. Ihre Geschichte bleibt. Als Tochter, Schwester, Freundin, Olympionikin und Biathlon-Legende. Laura wird für immer ein fester Teil von Team Deutschland bleiben. Sie wird uns fehlen.“ © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images
„Ruhe in Frieden, Laura. Was für ein unfassbar tragischer Verlust. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie und ihren Freunden“, postete der DFB.
„Ruhe in Frieden, Laura. Was für ein unfassbar tragischer Verlust. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie und ihren Freunden“, postete der DFB. © IMAGO/Fotostand / Fantini
Hertha BSC meldete sich in zahlreichen Kommentarspalten: „Ruhe in Frieden, Laura! Unser aufrichtiges Beileid an Lauras Familie und Freunde. Viel Kraft in dieser schweren Zeit.“
Hertha BSC meldete sich in zahlreichen Kommentarspalten: „Ruhe in Frieden, Laura! Unser aufrichtiges Beileid an Lauras Familie und Freunde. Viel Kraft in dieser schweren Zeit.“ © IMAGO/Michael Taeger
Auch „Auf Schalke“ fühlte sich Dahlmeier beim großen Biathlon-Event pudelwohl. Der Klub verfasste ein offizielles Statement: „Mit Laura Dahlmeier geht eine große Sportlerin und ein herzlicher Mensch von uns. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind bei ihren Angehörigen, Freunden und der gesamten Biathlon-Familie. Ruhe in Frieden, Laura“.
Auch „Auf Schalke“ fühlte sich Dahlmeier beim großen Biathlon-Event pudelwohl. Der Klub verfasste ein offizielles Statement: „Mit Laura Dahlmeier geht eine große Sportlerin und ein herzlicher Mensch von uns. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind bei ihren Angehörigen, Freunden und der gesamten Biathlon-Familie. Ruhe in Frieden, Laura“. © Revierfoto via www.imago-images.de
Dahlmeiers Weggefährtin Magdalena Neuner postete ein Bild mit einem schwarzen Herzen darunter auf Instagram.
Dahlmeiers Weggefährtin Magdalena Neuner postete ein Bild mit einem schwarzen Herzen darunter auf Instagram. © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON
„Worte fehlen. Ruhe in Frieden, Laura. Du bleibst unvergessen“, kommentierte der deutsche Eishockey-Star Yannic Seidenberg.
„Worte fehlen. Ruhe in Frieden, Laura. Du bleibst unvergessen“, kommentierte der deutsche Eishockey-Star Yannic Seidenberg. © IMAGO/kolbert-press/Ulrich Gamel
„Laura, du bist und bleibst nicht nur eine der erfolgreichsten Biathletinnen aller Zeiten, sondern vor allem ein echtes Vorbild - für uns Athletinnen und Athleten und für den ganzen deutschen Wintersport. Deine Entschlossenheit und deine Bescheidenheit werden wir nie vergessen! Danke, Laura, für deinen Weg, dein Vorbild und deine Spuren, die du hinterlassen hast - im Schnee und in unseren Herzen. Ruhe in Frieden“, schrieb der Weltklasse-Rodler Felix Loch.
„Laura, du bist und bleibst nicht nur eine der erfolgreichsten Biathletinnen aller Zeiten, sondern vor allem ein echtes Vorbild – für uns Athletinnen und Athleten und für den ganzen deutschen Wintersport. Deine Entschlossenheit und deine Bescheidenheit werden wir nie vergessen! Danke, Laura, für deinen Weg, dein Vorbild und deine Spuren, die du hinterlassen hast – im Schnee und in unseren Herzen. Ruhe in Frieden“, schrieb der Weltklasse-Rodler Felix Loch.  © IMAGO/kristen-images.com / Michael Kristen
Giulia Gwinn, die vor gar nicht allzu langer Zeit zusammen mit Dahlmeier auf dem Instagram-Kanal der Bayern-Frauen zu sehen war, konnte es nicht fassen: „Ruhe in Frieden … Du hast das Biathlon wie keine andere geprägt und bereichert. Deine Erinnerung bleibt für immer unvergessen. In Gedanken bei deiner Familie und allen Angehörigen.“
Giulia Gwinn, die vor gar nicht allzu langer Zeit zusammen mit Dahlmeier auf dem Instagram-Kanal der Bayern-Frauen zu sehen war, konnte es nicht fassen: „Ruhe in Frieden … Du hast das Biathlon wie keine andere geprägt und bereichert. Deine Erinnerung bleibt für immer unvergessen. In Gedanken bei deiner Familie und allen Angehörigen.“ © IMAGO/Fotostand / Fantini
ZDF-Sport-Moderatorin Amelie Stiefvater meldete sich bei Instagram: „Furchtbar. Viel Kraft an die Familie“
ZDF-Sport-Moderatorin Amelie Stiefvater meldete sich bei Instagram: „Furchtbar. Viel Kraft an die Familie“ © IMAGO/nordphoto GmbH / Hafner
Biathlon-Ikone Magdalena Forsberg postete ein gebrochenes Herz.
Biathlon-Ikone Magdalena Forsberg postete ein gebrochenes Herz. © IMAGO/JAN COLLSIÖÖ
Der ehemalige norwegische Biathlet Emil Hegle Svendsen meldete sich auf X: „Ein ganz, ganz trauriger Tag für den Biathlon. Ruhe in Frieden, Laura.“
Der ehemalige norwegische Biathlet Emil Hegle Svendsen meldete sich auf X: „Ein ganz, ganz trauriger Tag für den Biathlon. Ruhe in Frieden, Laura.“ © CARL SANDIN
„Ruhe in Frieden, Laura“, schrieb Langlauf-Ikone Tobias Angerer.
„Ruhe in Frieden, Laura“, schrieb Langlauf-Ikone Tobias Angerer. © imago sportfotodienst
Die französische Biathlon-Weltmeisterin Lou Jeanmonnot postete ein Herz und eine Taube in Gedenken an Dahlmeier.
Die französische Biathlon-Weltmeisterin Lou Jeanmonnot postete ein Herz und eine Taube in Gedenken an Dahlmeier. © IMAGO/Gabor Baumgarten
Auch ihr Teamkollege Emilien Claude zeigte sein Mitgefühl mit einer weißen Taube.
Auch ihr Teamkollege Emilien Claude zeigte sein Mitgefühl mit einer weißen Taube. © IMAGO/GEPA pictures/ Thomas Bachun
Tessa Worley, zweifache Weltmeisterin im Riesenslalom, meldete sich mit einem weißen Herz.
Tessa Worley, zweifache Weltmeisterin im Riesenslalom, meldete sich mit einem weißen Herz.  © IMAGO/GEPA pictures/ Thomas Bachun
„Weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Ich hoffe, dass sie nicht leiden musste und jetzt im Himmel friedlich über ihre Family und Freude wacht“, kommentierte die mehrfache Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel.
„Weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Ich hoffe, dass sie nicht leiden musste und jetzt im Himmel friedlich über ihre Family und Freude wacht“, kommentierte die mehrfache Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel. © IMAGO
Auch Reality-Star und Schauspielerin Michaela Schaffrath meldete sich zu Wort: „Es ist so unfassbar tragisch und traurig.“
Auch Reality-Star und Schauspielerin Michaela Schaffrath meldete sich zu Wort: „Es ist so unfassbar tragisch und traurig.“ © IMAGO/Stephan Wallocha
„So traurig. RIP“, schrieb der ehemalige DFB-Torwart Timo Hildebrand.
„So traurig. RIP“, schrieb der ehemalige DFB-Torwart Timo Hildebrand.  © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
Kult-Moderator Willi Witzel postete einen emotionalen Beitrag auf Instagram: „Liebe Laura, Ruhe in Frieden. Dein treuer Follower.“
Kult-Moderator Willi Weitzel postete einen emotionalen Beitrag auf Instagram: „Liebe Laura, Ruhe in Frieden. Dein treuer Follower.“ © Ulrich Stamm via www.imago-images.de
Der ehemalige Tennis-Star Sabine Lisicki postete ein Herz und eine Träne.
Der ehemalige Tennis-Star Sabine Lisicki postete ein Herz und eine Träne. © IMAGO/Claudio Gärtner

Politiker aus Garmisch-Partenkirchen nehmen Anteil am Tod von Laura Dahlmeier

Derweil liegt ein großer Schleier der Trauer über Garmisch-Partenkirchen und der ganzen Region. „Wir sind zutiefst erschüttert“, betont Bürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU). 2018 war Dahlmeier nach ihren Erfolgen bei Olympia zur Ehrenbürgerin der Marktgemeinde ernannt worden. „Wir verlieren nicht nur eine Ausnahmepersönlichkeit, sondern einen Menschen, der mit Leidenschaft, Mut und Bescheidenheit weit über den Sport hinaus gewirkt hat“, unterstreicht Koch. Dahlmeier sei ein Vorbild gewesen. „Mit ihrer Authentizität, ihrem Humor und ihrem Lächeln hat sie Herzen bewegt und war liebenswerte Botschafterin unserer Heimat – ihrer Heimat.“

Ihre Bodenständigkeit bringt ein jeder zum Ausdruck, der ihren Namen in den Mund nimmt. „Sie war so freudestrahlend, so sympathisch“, sagt Landrat Anton Speer (FW). Er selbst sei ein glühender Dahlmeier-Fan gewesen, reiste gar zu Biathlon-Wettbewerben mit. Speer war bei einem WM-Triumph in Hochfilzen dabei wie auch bei ihrem letzten Auftritt in der Halle von Gelsenkirchen. „In meinem Büro hängt sogar ein Original eines Gelben Trikots, das ich mal von ihr geschenkt bekommen habe.“ Das politische Oberhaupt der Region sah Dahlmeier als absoluten Charaktermenschen. „Wir haben viele gute Sportler, aber sie war eine große Sympathieträgerin für den Landkreis. Jeder mochte sie.“ Für Speer steht fest: „Sie wird fehlen, an allen Ecken und Enden.“

„Mit ihrer Authentizität, ihrem Humor und ihrem Lächeln hat sie Herzen bewegt.

Bürgermeisterin Elisabeth Koch

Das unterschreibt Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) sofort. Unter der früheren Bürgermeisterin der Marktgemeinde war Dahlmeier zur Ehrenbürgerin ernannt worden. Und das aus gutem Grund. „Weil sie Werte vertritt, die mir wichtig sind“, betont die frühere Rathauschefin. „Zuverlässigkeit, Offenheit, Freundlichkeit, Empathie sowie Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit gehörten dazu.“

Immer eng verbunden mit ihrer Heimat: Laura Dahlmeier blieb Garmisch-Partenkirchen stets treu.

Verstorbene Dahlmeier war „sehr umsichtige und absolut versierte Bergsteigerin“

Sportlich führte an Laura Dahlmeier sowieso selten ein Weg vorbei. Bei allen großen Titelkämpfen hat sie mehrfach Gold gewonnen. Von klein auf bis zu den Olympischen Spielen, als sie 2018 in Pyeongchang gar drei Medaillen, darunter zweimal Gold, errang. Aber auch den Gesamtweltcup holte die Werdenfelserin – und machte sich zu einer der Biathlon-Ikonen.

Früh wagte sie den Absprung, folgte da womöglich auch dem Vorbild von Magdalena Holzer. „Und dafür gebührt ihr größter Respekt“, sagt etwa Martina Betz, die Vorsitzende des Skiclub Garmisch, die die Familie Dahlmeier persönlich sehr gut kennt. „Ich denke, sie hat in ihrer Karriere und danach alles richtig gemacht. Sie hat ihren eigenen Weg eingeschlagen. Sie hat sich nicht verbiegen lassen, sie war immer geradlinig – von Kindesbeinen an.“

Betz, persönlich tief getroffen, weiß auch um ihre Fähigkeiten als Bergsportlerin. „Laura war eine sehr umsichtige und absolut versierte Bergsteigerin. So professionell und fokussiert sie beim Biathlon war, war sie auch am Berg.“ Vor einem solchen Schicksal wie einem Steinschlag sei man aber ohnmächtig.

Herzliche Umarmung: Dahlmeier und Magdalena Holzer, einst Neuner, kannten sich von klein auf.

Schöne, gemeinsame Erinnerungen mit Laura Dahlmeier bleiben auch beim SC Partenkirchen

Eine Schocknachricht ist es ebenfalls für Trainer Bernhard Kröll. „Es ist schrecklich“, sagt der Krüner, der als Mentor und Schmied des Talents von Laura Dahlmeier gilt. „Ich hatte einfach das große Glück, dass ich sie zehn Jahre lang begleiten durfte.“

Die großen Momente erlebten auch die Mitglieder des Skiclub Partenkirchen, dem Heimatverein der Sportlerin. Präsident Michael Maurer hat unzählige schöne Erinnerungen an die Zeit mit seiner Ausnahmeathletin. „Laura gehört zur Familie des Skiclub, schon ihre Eltern und Großeltern waren beim SCP“, sagt Maurer ergriffen.

Der Verein verbindet „die schönsten Zeiten“ mit ihr. „2017 sind wir zur Verfolgung in Hochfilzen mit einem ganzen Bus gefahren und haben ihren Triumph erlebt.“ Einen speziellen Wunsch erfüllte der Skiclub Dahlmeier auch noch. „Sie wollte immer Olympiasiegerin und Hüttenwirtin werden.“ Ersteres erledigte sie selbst, das andere machte der SCP möglich: Sie durfte für einige Tage auf der Meilerhütte anpacken. Anekdoten, die für immer bleiben werden.

Rubriklistenbild: © sehr

Kommentare