Landtagswahl 2018

Das Trauerspiel der Ruckel- und Zuckelline S 4 beenden

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Peter Falk (SPD)tritt im StimmkreisFürstenfeldbruck Ost an.

Peter Falk wohnt in Gröbenzell und ist Vorsitzender Richter am Landgericht in München. Der unverheiratete 54-Jährige ist 1981 der SPD beigetreten.

Fürstenfeldbruck/Gröbenzell – Seit 1988 sitzt er im Gemeinderat, von 1990 bis 2008 war Falk im Bezirkstag. 2004 wurde er in den Kreistag gewählt, seit 2014 ist er Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

-Herr Falk, vor welchen zentralen Herausforderungen steht Ihrer Meinung nach der Stimmkreis, in dem Sie antreten?

Wir brauchen preisgünstigen Wohnraum. Wohnraum ist heute die entscheidende soziale Frage. Der überteuerte Zustand ist völlig untragbar. Dazu brauchen wir massiv zusätzliches staatliches Engagement, statt den von der CSU-Staatsregierung betriebenen Ausverkauf der GBW. Das hat gerade in Puchheim und Fürstenfeldbruck viele Mieterinnen und Mieter bitter getroffen. Dazu muss aber auch der Landkreis mit einer öffentlichen Wohnbaugesellschaft endlich mehr Engagement zeigen. Für eine vernünftige Entwicklung des Fliegerhorsts FFB muss der Bund an die beteiligten Kommunen im Interesse des Gemeinwohls Flächen vergünstigt abgeben.
Der Verkehr der Zukunft muss ein zuverlässiger, dichter und komfortabler Öffentlicher Nahverkehr sein. Dazu braucht gerade das Umland die 2. Stammstrecke, alleine um endlich Betriebssicherheit und dichtere Taktfolgen mit Express-S-Bahnen zu erreichen. Das Trauerspiel der Ruckel-und Zuckellinie S4 muss aufhören. Wir brauchen da den zukunftsfähigen viergleisigen Ausbau. Not tut eine andere Finanzierung des Öffentlichen Nahverkehrs durch den Freistaat, hin zu Kostenlosigkeit für viele Nutzerinnen und Nutzer.
Wir benötigen im Landkreis mehr qualifizierte Arbeitsplätze. So können Verkehre vermieden und Lebensqualität gesteigert werden. Wohnen und Arbeiten gehört näher zusammengebracht. Bei allem muss strikt auf Umweltgerechtigkeit geachtet werden. Das macht guten Wohnwert aus. Also endlich Radschnellwege nach München, ökologisch erreichbare Naherholung, so am Böhmerweiher. Und schon aus Lärmschutzgründen: Keine 3. Start- und Landebahn am Flugplatz München II! Wir müssen Pflegeberufe aufwerten. Das ist angesichts des zunehmenden Pflegebedarfs in einer älter werdenden Gesellschaft auch in unserem Landkreis echte Familienunterstützung.

-Wer wäre geeignet, Ihnen als politisches Vorbild zu dienen?

Sicher Prof. Dr. Wilhelm Hoegner, Vater der bayerischen Verfassung und Ministerpräsident. Lesenswert seine Bücher: „Flucht vor Hitler“ oder „Die verratene Republik“.

-Formulieren Sie Ihre drei wichtigsten politischen Ziele im Twitterformat.

Wohnen bezahlbar – durch öffentliche Investitionen. Zahlt sich aus, gerade für unsere Kinder. Kein Ausverkauf! Schranken für Spekulanten! Gescheites Vorankommen mit Bus und Bahn! Alles von was man in einer vollgestopften S-Bahn-Sardinenbüchse bei Stammstreckenblockade träumt! Gerechtigkeit, Offenheit und Demokratie. Die Schere von Arm und Reich klafft viel zu weit auseinander. Mit Willy Brandt: „Links und frei!“

-Was ist Ihr liebstes Hobby außerhalb der Politik?

Squash, neuere Geschichte und Sprachkurse in Italien.

-Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Ente mit Blaukraut und Knödel.

-Facebook nutze ich im Wahlkampf, weil....

... weil ich da mit meinen Inhalten ungefiltert mit vielen Menschen in Kontakt kommen kann.

-Mein Lieblingsplatz im Stimmkreis ist ....

... ein seit Jahren leider verbotener Platz: Der früher wunderschöne und heute verwahrloste bis zerstörte Biergarten des Grünen Baum in Gröbenzell. Sollte hergerichtet werden. Genauso zu erhalten wie die „Hexe“, unsere Alte Bahnhofswirtschaft in Gröbenzell. Leider sind beide Spekulationsobjekte geworden.

Die Kandidaten

Das Tagblatt stellt die Bewerber vor, die nach der Wahl als Direktkandidaten für den Landkreis in den Landtag einziehen wollen. Die Reihenfolge ist alphabetisch. Eine Übersicht über die Kandidaten aus den beiden Stimmkreisen der Region FFB finden hier.

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