VonVeronika Ahn-Tauchnitzschließen
Schon wieder hat ein Trickbetrüger versucht, eine Seniorin übers Ohr zu hauen. Doch die Tölzerin (82) reagierte genau richtig.
Bad Tölz - In der jüngsten Vergangenheit registrierte die Polizei im Isarwinkel eine ganze Reihe von Fällen, in denen versucht wurde, Senioren mit miesen Tricks um ihr Hab und Gut zu bringen. Der jüngste bekannte Fall ereignete sich am Freitagmittag. Eingesetzt wurde laut Polizei „eine alte Masche“. Betroffen war eine 82-jährige Tölzerin.
Trickbetrug: Name der Frau steht in Notizbuch von Einbrechern
Bei der Frau klingelte das Telefon. Als die Seniorin den Hörer abnahm, meldete sich am anderen Ende ein „Beamter des Landeskriminalamts“. Er rufe bei ihr an, sagte der Mann, weil in der Nähe ihres Wohnortes eingebrochen worden sei. Die Täter hätten auf der Flucht ein Notizbuch verloren. Darin verzeichnet sei der Name der Frau.
Falscher Polizist fragt nach Wertgegenständen
Schließlich fragte der sympathisch klingende „LKA-Beamte“ nach Wertgegenständen und den Vermögensverhältnissen der 82-Jährigen. In einem nächsten Schritt hätte er vermutlich verlangt, die Gegenstände und das Geld einem „Beamten“ zu übergeben, um diese in Sicherheit zu bringen.
Irgendwann im Laufe des Telefonats wurde die Tölzerin allerdings misstrauisch und beendete schließlich das Gespräch. Stattdessen informierte sie die Tölzer Polizei.
Polizei warnt: Niemals Daten am Telefon preisgeben
„Die Polizei kann nicht oft genug vor solchen Anrufen warnen“, heißt es im Pressebericht. Die Maschen sind dabei unterschiedlich, ob falscher Polizeibeamter, Enkeltrick oder „Microsoftmitarbeiter“: Wichtig ist immer, keine vertraulichen Daten über Person oder Konten, Passwörter oder Vermögensverhältnisse preiszugeben.
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