VonGabi Wernerschließen
„Es hat nicht sein sollen“, seufzt Bürgermeister Christian Köck. Wegen der schlechten Wetterprognosen musste der für Sonntag (11. September) geplante Rosstag in Rottach-Egern abgesagt werden.
Rottach-Egern – Die Rückkehr des Rosstags war in Rottach-Egern mit viel Organisationsaufwand und einem neuen Konzept vorbereitet worden. Zahlreiche Gespanne und Reiter – insgesamt etwa 100 Teilnehmer – sollten am Sonntag (11. September) nach zwei Jahren Coronapause endlich wieder am Tegernsee aufmarschieren. Doch dann die bittere Entscheidung: Wegen der schlechten Wettervorhersagen wurde der Rosstag am Freitagnachmittag (9. September) abgesagt. Einen Ersatztermin gibt es seit heuer nicht mehr.
Regen schadet Kutschen und wertvollen Geschirren
„Mir tut’s unwahrscheinlich leid – es war alles gerichtet“, erklärte soeben ein hörbar geknickter Christian Köck. Der Rottacher Bürgermeister hatte nach Rücksprache mit seinem Organisationsteam und den beteiligten Vereinen die Veranstaltung gecancelt. „Wir haben sämtliche Wetterexperten zu Rate gezogen“, versichert Köck. Letztlich seien die Aussichten für eine Freiluftveranstaltung dieser Größenordnung aber zu schlecht gewesen: Schauerartiger Regen und kühle Außentemperaturen – für den Rosstag seien das denkbar schlechte Bedingungen. Immerhin kommen die Fuhrleute mit liebevoll restaurierten Kutschen und wertvollen Geschirren, die dann unter der Nässe leiden könnten. „Die Teilnehmer haben Angst um ihr gutes Zeug“, weiß der Rathaus-Chef.
Viel Vorbereitungsarbeit für den Rosstag in den Sand gesetzt
Ihm tue es vor allem um die viele Vorbereitungsarbeit der Organisatoren aus der Tourist-Info (TI) und der Mitarbeiter des Bauhofs leid, sagt Köck. Diese hätten einen großen Aufwand betrieben – „und nun stehen wir wieder mit leeren Händen da“.
Jeden Teilnehmer persönlich über die Absage informiert
Auch die Absage bescherte den TI-Mitarbeiterinnen am Freitagnachmittag noch einen Telefon-Marathon. „Wir rufen jetzt jeden Teilnehmer und Ehrengast an, um ihn persönlich von der Absage zu unterrichten – das ist uns wichtig“, erklärte Claudia Maier, die gemeinsam mit TI-Leiterin Angelika Drexler maßgeblich für die Organisation des Rosstags zuständig ist. Nächstes Jahr gibt es dann einen neuen Anlauf für den Rosstag.
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