Post schaltet Kundendienst ein

Frau schickt wichtige Dokumente in die Niederlande - doch der Brief ist verschollen

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Macht derzeit keine guten Erfahrungen mit der Post: Annemarie Zirngibl wollte ihren Sohn in den Niederlanden kontaktieren. Eine schwieriges Unterfangen.

Wie schwer es sein kann, einen Brief in die Niederlande zu schicken, erlebte Annemarie Zirngibl. Während ein Schreiben mit wichtigen Dokumenten verschollen ist, kam ein anderes immer wieder zu ihr zurück. Die Tutzingerin ist sauer auf die Post.

Tutzing – Annemarie Zirngibl kann es nicht fassen. Die Tutzingerin hat vor Wochen einen Brief mit wichtigen Dokumenten an ihren in den Niederlanden lebenden Sohn und seine Familie geschickt. Doch der, klagt sie, sei bisher nicht angekommen. Alle Nachfragen bei der Post haben nach ihren Angaben nicht gefruchtet.

Ein weiterer Brief, den sie ebenfalls an ihren Sohn geschickt hat, hat seinen Empfänger zwar inzwischen erreicht – aber erst nach einer Odyssee. Zirngibl habe ihn in Tutzing zur Postagentur gebracht – doch am nächsten Tag sei er wieder bei ihr im Briefkasten gewesen. Dann habe sie ihn wieder zur Post gebracht, neu frankiert – allerdings mit dem gleichen Ergebnis. Das Spiel wiederholte sich noch ein drittes Mal, wie sie berichtet – bis die Sendung endlich geklappt hat.

Brief verschollen: Frau aus Tutzing gibt Verantwortung dem Starnberger Briefzentrum Schorn

Die Verantwortung dafür gibt Zirngibl dem Starnberger Briefzentrum Schorn. Und der andere Brief sei immer noch verschollen. Bei der Postagentur in Tutzing ist die Absenderin mittlerweile gut bekannt. Sie habe einen Brief zunächst mit einer falschen Hausnummer versehen, sagen die Mitarbeiter dort. Das bestreitet die Tutzingerin gar nicht. Aber das sei nicht das Problem gewesen – man habe die Nummer halt geändert.

Nachfragen des Starnberger Merkur bei der Post haben bisher nicht wirklich für Aufklärung gesorgt. Deren Münchner Regionalstelle hat zunächst mitgeteilt, dass ein Einschreiben in den Niederlanden am 15. Februar zugestellt worden sei. Doch das war offenbar nicht die verschollene Sendung. Tatsächlich scheint kein vom Empfänger unterschriebener Beleg für die Auslieferung der Sendung auffindbar zu sein. Die Pressestelle der Post in München hat auf nochmalige Nachfrage unserer Zeitung mitgeteilt, dass sie den Kundendienst einschalten wird. Ein Ergebnis ist bisher nicht bekannt.

Lorenz Goslich

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