Polizei muss einschreiten

Aktivisten legen in Regensburg Berufsverkehr lahm – Auswirkungen auch auf A93

  • schließen

Umwelt-Aktivisten blockierten am Dienstag eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt Regensburg. Die Auswirkungen auf den Berufsverkehr waren noch auf der A93 zu spüren.

Regensburg – Seit Wochen immer das gleiche Bild. In zahlreichen deutschen Städten klebten sich Umwelt-Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ auf Hauptverkehrsstraßen oder sogar Autobahnen fest, um auf Klimaerwärmung und andere Umweltbedrohungen hinzuweisen. Damit sind sie häufig nicht nur ein Fall für die Polizei, sondern auch ein Dorn im Auge der Pendler und Lkw-Fahrer. Am heutigen Dienstag, 7. Juni, hat es Regensburg erwischt.

(Übrigens: Unser brandneuer Regensburg-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Weltkulturerbe-Stadt und der Oberpfalz. Melden Sie sich hier an.)

Umwelt-Aktivisten legen Frankenstraße in Regensburg lahm

Wie die Polizei Oberpfalz in ihrer Pressemitteilung schreibt, taten sich am frühen Dienstagmorgen acht Aktivisten der „Letzten Generation“ zusammen und setzten sich gegen 7.30 auf die Frankenstraße im Norden der Stadt Regensburg. Mit Bannern machten sie auf sich und ihre Sache aufmerksam. Sechs der Demonstranten klebten zusätzlich eine ihrer Hände auf den Straßenbelag. Die eintreffenden Beamten konnten daher die Blockade zunächst nicht einfach auflösen.

Die Polizisten mussten erstmal auf das Eintreffen des Rettungsdienstes sowie der Feuerwehr und einer Notärztin warten. Derweil wurde der Verkehr über die Drehergasse und an der Würzburger Straße abgeleitet, heißt es weiter in der Mitteilung. Etwa zwei Stunden waren die Einsatzkräfte damit beschäftigt, die Aktivisten vom Straßenbelag zu trennen und die Blockade aufzulösen. Erst dann konnte der Verkehr auf der Frankenstraße wieder freigegeben werden.

Nachspiel für Umwelt-Aktivisten in Regensburg: Anzeigen wurden eingeleitet

Durch die zwei Stunden Stillstand auf der Frankenstraße kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Regensburger Norden. Die Auswirkungen auf den Berufsverkehr waren sogar noch auf der A93 zu spüren, schreibt die Polizei. In der Konsequenz leiteten die Ordnungshüter acht Strafverfahren gegen die Aktivisten ein. Es bestehe ein Anfangsverdacht der Nötigung. Außerdem wurden zwei Ordnungswidrigkeitsverfahren angestoßen wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Bayerische Pressegesetz (fehlendes Impressum auf Flyern) sowie das Bayerische Versammlungsgesetz (fehlende Anmeldung der Veranstaltung). (tel)

Alle News und Geschichten aus Bayern sind nun auch auf unserer brandneuen Facebook-Seite Merkur Bayern zu finden.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Kommentare