VonLeoni Billinaschließen- Thomas Gautierschließen
Schockmoment in München: Ein Auto kracht in Haltestellenhäuschen und blockiert den Trambetrieb. Es ist bereits der zweite Unfall an derselben Stelle.
Update, 15 Uhr: Nachdem am Freitagmorgen ein Auto in eine Tramhaltestelle in Neuhausen gekracht ist (siehe Erstmeldung), informiert die Polizei zum Unfallhergang: Ein 46-jähriger Lkw-Fahrer aus dem Landkreis Freyung-Grafenau fuhr demnach mit seinem Daimler-Lkw auf der linken Fahrspur der Arnulfstraße in Richtung Hackerbrücke. Zur gleichen Zeit war eine 23-jährige Münchnerin mit ihrem VW auf der rechten Fahrspur unterwegs. Sie wollte dem Straßenverlauf geradeaus folgen, schreibt die Polizei weiter.
Als der 46-Jährige den Fahrstreifen wechseln wollte, kam es auf Höhe der Hausnummer 61 zum verhängnisvollen Zusammenstoß. Der VW der jungen Frau drehte sich durch die Wucht des Aufpralls und stieß gegen das dort befindliche Tramhäuschen. Am Fahrzeug der jungen Frau entstand ein Totalschaden. Der Lkw wurde nur leicht beschädigt, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung.
Unfall in München: Auto kracht in Tramhäuschen
Erstmeldung vom 7. November, 11.20 Uhr: München – Schock am Freitagmorgen in München: An der Donnersbergerstraße ist ein Auto in ein Haltestellenhäuschen gerast. Laut Feuerwehr kollidierte am 7. November ein silberner VW Golf zunächst mit der Glasscheibe der Tramhaltestelle und kam anschließend auf den Schienen zum Stehen. Mit dem Heck im Gleisbett blockierte das Fahrzeug zeitweise den Trambetrieb.
Unfall an der Donnersbergerstraße – Auto kracht in Tramhaltestelle
Die Fahrerin wurde nur leicht verletzt und musste nicht ins Krankenhaus gebracht werden, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Der Unfall führte zu erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr. Auch auf den Tram- und Buslinien 16, 17, 53, 63 und 153 kam es zu Ausfällen und Verspätungen.
Besonders brisant: Bereits im Mai dieses Jahres ereignete sich an derselben Haltestelle ein schwerer Unfall, bei dem ein BMW in das Wartehäuschen raste. Zwei Menschen (22, 72) kamen damals ums Leben, mehrere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.
Das Häuschen wurde anschließend wieder aufgebaut – allerdings ohne zusätzliche Schutzvorrichtungen wie Poller oder einen Schutzzaun.
Gefährliche Stelle: Verbände fordern mehr Schutz
Dabei hatten mehrere Verbände hier Schutzmaßnahmen gefordert: Der Fahrgastverband Pro Bahn forderte „unverzüglich wirksame Maßnahmen zum Schutz der Fahrgäste vor den Gefahren des Autoverkehrs“. Der Verband schlug ganz konkret Poller vor, die Haltestellen vor Autos schützen sollen.
Auch die Straßenbahnfreunde fordern seit Jahren Schutz-Poller für Tram-Halte Der Unfall an der Donnersbergerstraße habe „erneut bewiesen, dass der ÖPNV für Fahrgäste tödlich sein kann, bevor sie ihn nutzen“, sagte der Vorsitzende Nikolaus Breitner.


