Von Bremen nach Italien über Unterbuchen: Das ging schief. Ein Lastwagen mit 17 Tonnen Solarpaneelen auf dem Anhänger ist am Samstagnachmittag auf der Staatsstraße 2064 umgekippt. Die Feuerwehr Oberbuchen war bis 4 Uhr nachts im Einsatz. Der 45-jährige Fahrer blieb unversehrt.
Bad Heilbrunn – Wie kommt der russische Fahrer auf einer polnischen Zugmaschine und einem litauischen Anhänger ausgerechnet auf die schmale Staatsstraße 2064 zwischen Königsdorf und Unterbuchen? „Gute Frage“, sagt der Kommandant der Oberbuchener Wehr, Josef Bernwieser jun.. „Möglicherweise hat ihn das Navi gelenkt.“
Um 16.30 Uhr endete die Fahrt von Bremen nach Italien jedenfalls abrupt. Wie die Polizei meldet, geriet der schwere Lastwagen nach einer Linkskurve rechts aufs Bankett. Das gab nach, und der Sattelschlepper fiel, wie nachfolgende Autofahrer beobachteten wie in Zeitlupe zur Seite. Und zwar genau auf einen Graben mit einem kleinen Bachlauf.
Wie die Polizei ermittelte, dürfte die völlig unzureichend gesicherte tonnenschwere Ladung verrutscht sein und den Unfall verursacht haben. Der Fahrer blieb unverletzt.
Zunächst hieß es, dass ein Lkw mit Öltank ungekippt sei, weshalb auch die Feuerwehren Bad Tölz und Heilbrunn mit jeweils rund zehn Mann ausrückten. Zuständig war aber die Feuerwehr Oberbuchen, die laut Bernwieser zwei Ölsperren setzte, um das kontaminierte Wasser abzuschöpfen. Der Tank des Lkw sei, so Bernwieser, glücklicherweise eher leer gewesen.
Bis 2 Uhr nachts waren 20 Mann der Oberbuchener Wehr dann damit beschäftigt, die Solarpaneele zu bergen. Bis kurz vor 4 Uhr dauerte es, bis man mit dem Abschleppunternehmen Schwan den umgekippten Sattelschlepper wieder aufgerichtet und geborgen hatte. Die Straße war offiziell bis Sonntagmittag gesperrt. Den Unfallort besichtigte auch ein Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes Weilheim.
Der Gesamtschaden des Unfalls wird von der Polizei auf über 100 000 Euro geschätzt.
Christoph Schnitzer