Anlässlich der jüngsten Entwicklungen in der Asyl-Unterkunft am Fliegerhorst fand am Dienstag auf Einladung von Regierungspräsidentin Maria Els ein Gespräch mit Brucks OB Erich Raff, seinen Stellvertretern Christian Götz und Karin Geißler, Vertretern aller Stadtratsfraktionen sowie der Polizeiinspektion und dem Polizeipräsidium Oberbayern Nord statt.
Fürstenfeldbruck - Els informierte über den Stand der Belegung und umgesetzte Maßnahmen – unter anderem zur Erhöhung der Sicherheit. Eine sozialpädagogische Fachkraft soll als Kümmerer, Vermittler und Ansprechpartner für Asylbewerber bei Konflikten fungieren. Weitere Themen waren die Versorgung der Asylbewerber, die Zimmerausstattung, die sanitären Einrichtungen und Aufenthaltsräume. Die Situation der Schwangeren und Wöchnerinnen sowie der Kinder soll verbessert werden.
Besprochen wurden ferner ergänzende Betreuungsangebote sowie eine verbesserte Frühstücks- und Pausenversorgung schulpflichtiger Kinder. Zudem sollen weitere 80-Cent-Arbeitsgelegenheiten innerhalb und außerhalb der Einrichtung geschaffen werden. Die Stadt stellte ihr Mitwirken in Aussicht. Alle Gesprächsteilnehmer lobten das Engagement der ehrenamtlichen Helfer. Die geplanten Maßnahmen sollen keine Konkurrenz sein. Man war sich einig, dass dies dazu beitragen kann, Konfliktpotenzial zu verringern. „Wir sind auf einem guten Weg und werden mit der Regierung von Oberbayern weiterhin in engem Kontakt bleiben“, sagte Raff. Für Januar ist ein Folgegespräch vereinbart.
Zuletzt war es zu Tumulten in der Unterkunft gekommen. Für Samstag, 3. November, ist in Fürstenfeldbruck eine Asyl-Demo angemeldet worden.