VonArmin Forsterschließen
Lukas Schierlingerschließen
Auf der A9 hat es am Morgen in Fahrtrichtung München gewaltig gekracht. Einsatzkräfte wandten sich mit zwei Bitten an Autofahrer. Und es blieb nicht bei diesem Unfall.
Update 14.56 Uhr: Die Verkehrspolizei Freising hat inzwischen Details zum Lkw-Unfall am Donnerstagmorgen auf der A9 Richtung München mitgeteilt: Demnach nahm das Unglück gegen 6.40 Uhr im Berufsverkehr seinen Lauf, als sich ein 58-jähriger Lkw-Fahrer zunächst an der Anschlussstelle Allershausen auf die rechte Spur der Autobahn einfädelte. Durch den stockenden Verkehr musste ein vor ihm befindlicher Sattelzugfahrer (32) abbremsen. Das erkannte der 58-Jährige aber zu spät - und fuhr in Folge auf das Gespann vor ihm auf.
Durch den Unfall wurde die Gefahrgutladung des Lkw teilweise beschädigt, sodass aus einigen geladenen Fässern der Inhalt austrat und auf die Fahrbahn und den Grünstreifen gelangte. „Glücklicherweise handelte sich dabei lediglich um Weichspüler“, schreibt die Polizei. Da sich jedoch noch andere Gefahrgüter auf dem Anhänger befanden und unbekannt war ob diese ebenfalls beschädigt wurden, musste zur Sichtung und Bergung die Autobahn an dieser Stelle für eine Stunde in der Fahrtrichtung München komplett gesperrt werden. Die Ausleitung erfolgte über die Anschlussstelle Allershausen.
Hoher Sachschaden – Weitere Folgeunfälle
Der Sachschaden am Lkw wird auf rund 50.000 und am Sattelzug auf zirka 10.000 Euro beziffert. Der Lkw war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die restlichen Gefahrgüter wurden umgeladen und per Notfallbeförderung nach Allershausen zur betreffenden Logistikfirma gebracht. An der Fahrbahn entstand ebenfalls Sachschaden. Dieser und die entstandenen Kosten für die Fahrbahnreinigung werden auf rund 15.000 Euro geschätzt. Keiner der Beteiligten erlitt Verletzungen durch den Unfall, schreibt die Polizei.
Die Polizei war mit insgesamt acht Streifen und zwei Motorradfahrern aus Freising, Erding und Ingolstadt im Einsatz, da es durch den zehn Kilometer langen Stau zu mehreren Folgeunfällen kam. Ebenfalls involviert waren der Rettungsdienst sowie die umliegenden Feuerwehren Freising, Kranzberg, Leonhardsbuch, Massenhausen, Schweitenkirchen und Weihenstephan mit insgesamt 15 Fahrzeugen und 57 Einsatzkräften. Sie kümmerten sich um die Fahrbahnreinigung und Absicherung vor Ort. Um die Ausleitung gewährleisten zu können, befand sich die Autobahnmeisterei München-Nord mit sechs Fahrzeugen im Einsatz.
Update 6. Juni, 9.28 Uhr: Soeben berichtet die Polizei: „Zwei Fahrspuren der A9 bei Allershausen sind mittlerweile wieder geöffnet, die Bergungsarbeiten sind im Gange. Der Rückstau löst sich allmählich auf.“
Lkw-Unfall am Morgen: „Fahrzeug hat Gefahrgut geladen“
Ursprungsmeldung:
Allershausen – Auf der A9 bei Allershausen hat sich am Donnerstagmorgen (6. Juni) in Fahrtrichtung München ein schwerer Unfall ereignet. Zwei Lkw waren beteiligt, wie die Polizei Oberbayern Nord in ihrer Erstmeldung informierte: „Ein Fahrzeug hat Gefahrgut geladen, die Autobahn ist voll gesperrt.“
An Autofahrer erging die Bitte, das Gebiet weiträumig zu umfahren und eine Rettungsgasse für Einsatzkräfte freizuhalten.
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