Der Verein „Wir für Tölz“ befasste sich in seiner Jahresversammlung mit einigen Ideen für die Stadt.
Bad Tölz – Gut zwei Jahre nach seiner Gründung lud der Unternehmerverein „Wir für Tölz“ zur Mitgliederversammlung mit Neuwahlen ein. Die brachten keine Überraschung: Vorsitzender bleibt Ralph Munkert, sein Stellvertreter ist Dieter Pany, Johannes Stehr verwaltet die Kasse, und Simon Steinhart wurde als Schriftführer bestätigt. Die bewährte Mannschaft wurde per Akklamation gewählt, wobei sich Maximilian Mayr von der Ideenschmiede „Gschafft“ ebenfalls um das Amt des Vorsitzenden borben, aber keine Chance hatte gegen den bisherigen Amtsinhaber. Außerdem wurde die seit Juli 2018 hauptamtlich tätige Vereinsmanagerin Verena Weihbrecht im Kleinen Kursaal vorgestellt.
Im Februar 2017 hatten sich 66 Gründungsmitglieder zusammengefunden, um eine Nachfolgeorganisation für den kurz zuvor aufgelösten Verein „Gesundes Bad Tölz“, die „Aktiven Tölzer“ und des in der Öffentlichkeit kaum bekannten Gewerbevereins ins Leben zu rufen. Seitdem ist die Mitgliederzahl auf exakt 100 angewachsen, von denen nun 28 an der Jahresversammlung teilnahmen.
Die Vorstandschaft um Munkert hatte zunächst die schwierige Aufgabe, eine Satzung zu erarbeiten, die jeweiligen Sparten zu etablieren und erste Veranstaltungen abzuhalten. Bald zeigte sich, dass dies ehrenamtlich nicht zu schaffen ist, sodass man sich entschloss, die Stelle eines Managers auszuschreiben, die schließlich im Juli 2018 mit der 48-jährigen Waakirchner Betriebswirtin Verena Weihbrecht besetzt wurde.
Das nötige Kapital dazu erhielt man zum einen über die aufgelösten Vorgängervereine („Gesundes Tölz“ hinterließ 20.000 Euro) sowie über die nicht unerheblichen neuen Mitgliedsbeiträge. Schatzmeister Stehr berichtete am Mittwoch von einem Guthaben in Höhe von 50.000 Euro. Der von den Mitgliedern einstimmig genehmigte Haushaltsplan für heuer sieht 90 000 Euro vor, wovon allein für die Managerin und Werbemaßnahmen 23 000 Euro vorgesehen sind. Stehr: „43.000 Euro verbleiben für die eigentliche Projektarbeit, wobei wir auch Unterstützung von der Stadt Bad Tölz erhalten. Allerdings nicht pauschal, sondern für konkrete Projekte, die wir vorstellen müssen.“
Die von Ingrid Dietl vertretene Sparte Tourismus möchte sich heuer für das Doppeljubiläum 120 Jahre Kurort und 50 Jahre Prädikat Heilklima einbringen. Außerdem wurden während des Abends Ideen für weitere Aktionen gesammelt, die von 30 Minuten kostenlosem Parken bis zu Konzerten in Tölzer Geschäften reichten.
Anschließend bekamen die einzelnen Spartensprecher von Munkert je einen Salz- und Pfefferstreuer als Dankeschön – für die „Würze in den nächsten Sitzungen“ . Es gibt aktuelle Überlegungen, die Sparten Gastronomie und Tourismus zusammenzulegen, für die Sparte Industrie und Handwerk wird ein neuer Sprecher gesucht, und um zukunftsfähig zu sein, soll eine Sparte Digitalwirtschaft geschaffen werden.
Hier sollen sich Mayr und Henrik Heubl von „Gschafft“ einbringen. Bleibt also viel zu tun in den nächsten Jahren für das Team um Munkert, der abschließend zusammenfasste, um was es in erster Linie gehe: „Sinn des Vereins ist die Wissensvermittlung von Mitgliedern für Mitglieder und der Austausch relevanten Wissens.“ VON KARL BOCK
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