- VonDieter Metzlerschließen
Die letzte Maß ist ausgeschenkt, der letzte Ton verklungen: Nach der 39. Mammendorfer Festwoche ziehen Bürgermeister Josef Heckl (BGM), Volksfestreferent Manfred Heimerl und Festwirt Jochen Mörz eine durchweg positive Bilanz.
Mammendorf – Vor allem durch die Rückkehr zum traditionellen Termin mit dem Vatertag mittendrin fühlen sich alle wieder wohler. „Es waren zwar nicht alle Tage sehr gut besucht, aber die Bevölkerung hat das Fest wieder gut angenommen“, sagt Heckl. „Das Wetter war perfekt, und es blieb alles friedlich.“
Schausteller zeigen sich zufrieden
Zwar kam am ersten Volksfest-Samstag im Vergleich zum Vorjahr nur die Hälfte der Besucher, doch der Mittwochabend vor Christi Himmelfahrt machte das wett. „Auch am Vatertag war so viel los wie an den Samstagen“, freute sich Festwirt Mörz. Auch alle Schausteller konnten nicht klagen. „Als sie das Platzgeld bei mir einzahlten, äußerten sich alle sehr zufrieden.“
Gäste manchmal etwas ungeduldig
Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde basiere auf einem großen Vertrauen und funktioniere bestens, so der Festwirt. Die Ungeduld der Gäste machte Volksfestreferent Heimerl als einziges kleines Problem aus – wenn überhaupt. „Viele Leute sind einfach zu ungeduldig, wenn sie nicht gleich ihre Maß Bier oder ihr Hendl erhalten“, berichtete er. „Man muss sich doch nicht deshalb immer gleich lautstark beschweren.“
Geradezu euphorisch schwärmte Heimerl vom Festeinzug bei Kaiserwetter. „Schon beim Einzug ins Festzelt hat man gespürt, wie sehr sich die Bevölkerung auf die zehn Tage freut. Es war ein Auftakt nach Maß mit (Bier-)Maßen.“ Überhaupt war das Wetter besser als vorhergesagt. „Wir hatten schon befürchtet, dass der Kindernachmittag ausfallen muss.“ Den von Mörz angesprochenen schwachen ersten Samstag begründete Heimerl mit zwei großen Hochzeiten im Ort und dem 70. Gründungsfest des SV Haspelmoor. Dafür sei aber am Sonntag „die Hölle“ losgewesen.
Bulldogtreffen ist ein Besuchermagnet
Ein Besuchermagnet bleibt das Bulldogtreffen. „Der Rekord von 160 Bulldogs wurde zwar nicht gebrochen, aber es wimmelte schon am frühen Vormittag von Leuten und Familien mit Kindern“, berichtet Heimerl. „Entsprechend voll war’s auch im Festzelt.“ Als der Renner stellte sich auch der Weißwurstwahnsinn heraus. „Am Vatertag waren die Weißwürste restlos weg, und es konnte zum Glück Nachschub besorgt werden“, berichtete Heimerl. Traditionell gehörte der Montagabend dem Kabarett. 400 Besucher waren vom Musikkabarettist Stefan Otto begeistert.
Einen kleinen Dämpfer mussten die Senioren einen Tag später allerdings verkraften, nachdem „D‘ Moasawinkler“ aus mehreren Gründen nicht auftreten konnten. Die Hendl und die Maß Bier, die die Gemeinde den älteren Mitbürgern ab 62 Jahren spendierte, schmeckten dennoch. Heimerl hob vor allem Heidi Klinger mit ihrem Team lobend hervor. „88 Hauslieferungen organisierte Heidi für all diejenigen, die ihr Hendl und ihre Maß Bier nicht im Festzelt einnehmen konnten.“
Herz für Kinder
Ein Herz für Kinder bewiesen am Kindernachmittag die Schausteller. Am Kletterbaum im Festzelt konnten sich die Kids Stofftiere und Fahrchips herunterpflücken. Die Bürgermeister verteilten 60 Lebkuchenherzen und viele Fahrchips. Der gute Besuch setzte sich am Vatertag fort. „Lediglich am Freitag stellte ich eine gewisse Müdigkeit fest.“
Das Sicherheitskonzept
Das bestehende Sicherheitskonzept mit acht Securitys am Eröffnungstag, dem Abend vor den Vatertag sowie den Frei- und Samstagen, deren Kosten sich die Gemeinde und der Festwirt teilen, hat sich bewährt und wird auch in den kommenden Jahren der Maßstab sein. Heimerl lobte vor allem den unauffälligen und überhaupt nicht aufdringlichen Auftritt des Sicherheitspersonals. Auch von den Besuchern habe er ein durchweg positives Feedback erhalten. Sein Fazit nach zehn Festtagen: „Wir sind ein sicheres und somit familienfreundliches Volksfest.“