Bilanz in Mammendorf

Volksfest: Neuer Termin, weniger Besucher

+
Zehn Tage drehte sich das Karussell beim Mammendorfer Volksfest.
  • schließen

Gemütlich wie immer war das 38. Mammendorfer Volksfest. Referent Manfred Heimerl und Festwirt Jochen Mörz sind mit den zehn Tagen grundsätzlich zufrieden. Allerdings kamen weniger Besucher.

Statt im Mai wurde das Volksfest heuer im Juni gefeiert. Diese Verlegung hat sich negativ auf die Besucherzahlen ausgewirkt. So sahen es auch Festreferent Manfred Heimerl und Wirt Jochen Mörz. „Uns liegen zwar keine genauen Zahlen vor“, sagte Heimerl. Aber es würden die in der Vergangenheit stets starken Besuchertage Mittwochabend vor Christi Himmelfahrt und der Feiertag selbst fehlen. „Am Vatertag ist das Festzelt immer voll und auch am Abend zuvor.“

Mörz wurde deutlicher: „Noch gravierender als der fehlende Vatertag mit dem Abend zuvor wirkten sich die beiden in den Zeitraum fallenden Fußball-Übertragungen der deutschen Nationalmannschaft auf das Geschäft aus.“ So verirrten sich am Sonntag beim Mexiko-Spiel gerade einmal 150 Besucher ins Festzelt. Danach war nichts mehr los. Nach dem Sieg gegen Schweden war es ein bisschen besser. „Fußball hat im Festzelt meiner Meinung nach nichts verloren“, sagt Mörz. „Ich werde jedenfalls keine Fußball-Übertragungen mehr im Festzelt machen.“

Dennoch ist der Wirt der Gemeinde für die Verlegung dankbar. Für die nächsten drei Jahre wechselt das Volksfest jedoch wieder auf den ursprünglichen Termin. Im kommenden Jahr wird vom 24. Mai bis 2. Juni gefeiert.

Die Teilnehmer an der Schafkopfmeisterschaft des Fürstenfeldbrucker Tagblatts (v.l.) Organisator Sepp Hundegger, den Drittplatzierten Hans Reindl aus Mammendorf, Festreferent Manfred Heimerl, Siegerin Hannelore Brandl, den Zweiten Rudolf Klinger aus Grafing, Festwirt Andreas Mörz und Michaela Gratzl.

Eine weitere Unsitte habe sich bei den Platzreservierungen eingebürgert. Mörz ist einer der wenigen Festwirte, der keine Gebühren für Reservierungen verlangt. „Doch wenn die Leute nicht mehr zu ihrem Wort stehen, reservieren und dann nicht erscheinen, dann muss man den Festwirt verstehen, dass er zukünftig Vorkasse verlangen wird“, sagt auch Heimerl. „Mich selbst haben Leute angesprochen, die gern am Samstagabend zum Konzert der ,Bayern 1 Band’ gekommen wären“, berichtete Heimerl. Sie hätten aber abgewunken, da nur noch hinten Plätze frei waren. Beim Konzert blieben aber etliche Tische frei. „Das ist schon traurig“, findet der Referent.

Bürgermeister Josef Heckl berichtete von einer guten Stimmung die zehn Tage über. „Es hat keine Zwischenfälle gegeben, das ist positiv.“ Brucks Polizei-Vize Michael Fischer bestätigte die Aussage: „Wir hatten keine Einsätze.“

Gut besucht war neben dem „Vergelt’s Gottt-Abend“ auch der Seniorennachmittag und der anschließende Behördenabend. Knapp 600 Mammendorfer nutzten die Einladung der Gemeinde zu einem halben Hendl und einer Maß Bier. 84 Mammendorfer, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, wurden von Heidi Klinger und ihrem Team daheim mit Hendl und zwei Flaschen Bier versorgt. Ein Erfolg war auch der Kindernachmittag, bei dem Heimerl und Gemeinderatskollege Toni Fasching Lebkuchen-Herzerl mit der Aufschrift „König“ oder „Königin“ verteilten. „Ich wusste gar nicht, dass wir in Mammendorf so viele Kinder haben“, meinte Heimerl.

Der längst zur Tradition zählende Kabarettabend am Montag, heuer mit Comedian Chris Boettcher, zählte auch zu den Höhepunkten des Volksfestes. Knapp 600 Besucher ließen sich den Auftritt des Hörfunkmoderators mit seinem neuen Programm „Freischwimmer“ nicht entgehen. Am Sonntagvormittag gab es dann noch eine Premiere im Festzelt. Die Mitglieder des König-Ludwig-Weißbier-Fanclubs wählten Heimerl zu ihrem Vize-Vorsitzenden.

Kommentare