Vom 30. Mai bis 2. Juni in Bad Tölz

Knabenchorfestival heuer mit hochkarätigen Gästen und neuer Ausrichtung

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Stellten das Programm vor (v. li.): Dr. Clemens Haudum, Künstlerischer Leiter des Tölzer Knabenchors, Barbara Schmidt-Gaden (Geschäftsführerin des Tölzer Knabenchors), Susanne Frey-Allgaier (stellvertretende Kurdirektorin) und Daniela Klaar (Veranstaltungsmanagement Tölzer Tourist-Info). Foto: pröhl
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Die Limburger Domsingknaben und der Knabenchor des Klosters Montserrat aus Spanien sind heuer die Gäste des Tölzer Knabenchors beim Chorfestival, das vom 30. Mai bis 2. Juni stattfindet. Schwerpunkt ist heuer sakrale Musik. Organisatorisch gibt es Veränderungen.

Bad Tölz – Es ist das fünfte Mal, dass die Kurstadt in Zusammenarbeit mit dem Tölzer Knabenchor ein Festival mit hochkarätigen Sängern ausrichtet. Es soll im zweijährigen Rhythmus stattfinden, damit eine gewisse Besonderheit gewahrt wird. Der Tölzer Knabenchor hat heuer die Limburger Domsingknaben und die „Escolania de Montserrat“ aus Katalonien eingeladen, einen der ältesten und berühmtesten Knabenchöre der Welt. „Deren Internat ist die älteste Musikschule Europas“, sagte Clemens Haudum, einer der beiden Künstlerischen Leiter des Tölzer Knabenchors, beim Pressegespräch am Montag in der Tourist-Info.

Beim Festival wird heuer sakrale Musik im Mittelpunkt stehen. „Die Stärke aller Knabenchöre liegt in diesem Bereich, und diesem Aspekt wollen wir Rechnung tragen“, sagte Haudum. Das Eröffnungskonzert findet heuer erstmals in der Mühlfeldkirche statt. Alle Chöre sind bei allen drei Konzerten zu erleben. Die zweite Premiere: Der Galaabend im Kurhaus wird moderiert, nämlich von Benedikt Schregle. „Unser Wunschkandidat“, sagt Kurdirektorin Susanne Frey-Allgaier. Schregle sang einst im Tölzer Knabenchor, arbeitet heute als Sprecher beim Bayerischen Rundfunk und ist selbst kulturell in Bad Tölz aktiv.

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Dem Festival steht heuer ein Budget von fast 75 000 Euro zur Verfügung, das sind 20 000 Euro mehr als 2017. Damals betrug das Defizit fast 40 000 Euro. Selbst wenn man heuer ausverkauft wäre, ergäbe sich wieder ein Defizit, sagt Frey-Allgaier. „Ansonsten müssten wir exorbitant hohe Eintrittspreise verlangen.“ Das wolle man aber nicht. „Wir wollen deutlich unter den Preisen bleiben, die in München verlangt werden.“ Ziel sei, auf dem Land ein Festival anzubieten, „für das sich jeder Tickets leisten kann“.

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Interessenten aus Übersee hätten sich schon Karten gesichert, so die stellvertretende Kurdirektorin. Sie hofft, dass der Vorverkauf jetzt auch national und vor allem lokal in die Gänge kommt. Weil das Programm – vor allem von den Gästen – nicht früher festgestanden habe, habe man nicht eher mit der Werbung beginnen können.

Das Programm:  

Donnerstag und Freitag, 30. und 31. Mai: Platzkonzerte des Tölzer Knabenchors um 15 Uhr in der Marktstraße.
Freitag, 31. Mai: Eröffnungskonzert um 19.30 Uhr in der Mühlfeldkirche. Thema: „Sakrale Sternstunden“. Eintrittspreise (je nach Kategorie) zwischen 30 und 12 Euro.
Samstag, 1. Juni: Geistliche Matinee in der Stadtpfarrkirche; 11 Uhr; Programm: Chormusik von der Renaissance bis zur Gegenwart; Eintrittspreise (je nach Kategorie) zwischen 30 und 12 Euro.
Samstag, 1. Juni: Galakonzert im Kurhaus; 19.30 Uhr; Programm: Highlights aus Klassik, Pop und Volksmusik.
Sonntag, 2. Juni: Mitgestaltung der Sonntagsgottesdienste: Um 10 Uhr in der katholischen Stadtpfarrkirche (Domsingknaben und „Escolania de Montserrat“) und um 11 Uhr in der evangelischen Johanneskirche (Tölzer Knabenchor). Eintritt jeweils frei.
Tickets: Tourist-Info Bad Tölz, Tel. 0 80 41/ 78 67 15, Geschäftsstelle Tölzer Kurier, online über www.muenchenticket.de.
Es gibt ein Abo für alle drei Konzerte. Es kostet je nach Sitzplatzkategorie zwischen 86 Euro und 38 Euro.

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