VonElisa Buhrkeschließen
Mit bunten Paraden und Regenbogenfahnen feiert München den CSD. Trotz schwieriger Zeiten bleibt die Stimmung positiv.
München - Der Christopher Street Day in München zog Hunderttausende auf die Straßen. Die Polizei zählte etwa 20.000 Teilnehmer beim Demonstrationszug und 230.000 Zuschauer entlang der Strecke. Der Veranstalter schätzte zudem rund 50.000 weitere Teilnehmer bei den Straßenfesten des CSD.
„Es war viel Liebe in der Luft“, so ein Sprecher des Veranstalters, der die Atmosphäre der bunten Parade beschrieb, an der über 200 Gruppen teilnahmen. Die Stimmung sei „toll“, und die Menschen seien „nett zueinander“. Auch die Polizei berichtete von einer positiven und friedlichen Atmosphäre ohne negative Vorfälle.
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CSD in München 2025: Veranstalter zufrieden
„Wir sind sehr zufrieden“, äußerte sich der Sprecher des Veranstalters zur Teilnehmer- und Besucherzahl, die im Vergleich zum Vorjahr etwas geringer ausfiel. Die aktuellen Zeiten seien schwierig, was möglicherweise dazu führte, dass einige Menschen zu Hause blieben.
Die Christopher Street Day-Demonstrationen sehen sich deutschlandweit zunehmend queerfeindlichen Angriffen und Bedrohungen ausgesetzt. Eine Veranstaltung in Regensburg wurde deshalb umgeplant. In München hielten die Veranstalter dies aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen „auf sehr hohem Niveau“ nicht für notwendig.
CSD in München: Groß-Event bei hohen Temperaturen gestartet – erste Eindrücke




Söder spricht sich für Regenbogenflaggen am Landtag aus
Im Gegensatz zu Berlin, wo Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) gegen eine Regenbogenbeflaggung am Bundestag zum dortigen CSD entschied, sollten am bayerischen Landtag entsprechende Fahnen wehen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) äußerte sich auf dem Kurznachrichtendienst X mit einem Bild und betonte: „Zum Christopher Street Day in München wehen auch dieses Jahr wieder Regenbogenflaggen bei uns.“
Neben München fand am Samstag auch in Würzburg eine CSD-Parade statt, die laut Polizei ebenfalls ohne Probleme verlief. Mit etwa 2.600 Teilnehmern war sie jedoch deutlich kleiner als in München, wo der größte CSD Bayerns stattfand. (elb/dpa)
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