VonChristina Jachert-Maierschließen
Zwei Garagen, vier Fahrzeuge: Der Platz im Waakirchner Feuerwehrhaus reicht nicht. Zumal die Wehr sich ihr Domizil mit dem Bauhof teilen muss. Das soll bald vorbei sein.
Waakirchen –Das Problem ist nicht neu. „Wir kämpfen ja schon eine ganze Weile“, sagt Martin Rinner, Vorsitzender des Feuerwehrvereins. Das Waakirchner Feuerwehrhaus, direkt neben dem Rathaus gelegen, ist längst zu klein geworden. Es ist auch bescheiden konzipiert: Die Wehr teilt sich das Gebäude mit dem gemeindlichen Bauhof. Aktuell quetschen die Kameraden drei ihrer vier Fahrzeuge in die Feuerwehr-Garage mit ihren zwei Toren. Das vierte Fahrzeug ist ausquartiert. Für das neue Mehrzweckfahrzeug, das im März geliefert wird, muss eine provisorische Lösung geschaffen werden.
Um das bestehende Haus für die Feuerwehr zu erweitern, hätte die Gemeinde gern das benachbarte Grundstück gekauft. Aber die Verhandlungen mit dem privaten
Eigentümer blieben erfolglos. Jetzt setzt Bürgermeister Sepp Hartl (FWG) auf eine andere Variante: Der Bauhof zieht aus, die Feuerwehr hat das Gebäude neben dem Rathaus dann ganz für sich.
Auch die Standortsuche für den Bauhof hat die Gemeinde lange beschäftigt. Jetzt scheint eine Lösung gefunden. Die Gemeinde realisiere den Bauhof beim Sportgelände Krai, erklärt Hartl. Keine kleine Sache: Der Rathauschef rechnet für den Bauhof-Bau mit Kosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Und auch der Umbau des alten Gebäudes für die Feuerwehr kommt nicht gerade billig, zumal der Brandschutz aufwendig ist. Hartl kalkuliert mit etwa 800 000 Euro. Dafür gibt es eine komfortable Fahrzeughalle mit fünf Toren und ein gut ausgestattetes Domizil für die Mannschaft. Im Zuge des Umbaus sollen auch die Parkflächen für Feuerwehrhaus und Rathaus erweitert und neu gestaltet werden.
Der Gemeinderat wird sich am Dienstag, 20. Februar, mit der Zukunft von Feuerwehrhaus und Bauhof befassen. Vorerst nur in nicht öffentlicher Sitzung, wie Bürgermeister Hartl meint. Es gehe auch noch nicht um konkrete Pläne: „Wir brauchen erst einmal einen Grundsatzbeschluss.“
Bei der Hauptversammlung der Feuerwehr war der Umbau am Rande Thema. Dass nach Jahren endlich Schluss sein soll mit der Enge, ist für den über 500 Mitglieder starken Verein eine gute Nachricht. Rinner zeigt sich von den Umbauplänen angetan, ebenso wie Kommandant Stefan Britz: „Wir sind da auf einem guten Weg.“
