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Den guten Zweck im Visier: Beim Promi-Schießen auf dem Waldkraiburger Volksfest stehen Spaß und lockere Stimmung im Vordergrund – und das alles für die gute Sache. Was der Mittwoch sonst noch zu bieten hatte.
Waldkraiburg – Für viele gehört es einfach dazu: Auf dem Heimweg vom Volksfest noch schnell ein paar Schüsse am Schießstand – vielleicht klappt’s ja dieses Mal mit mehr als nur einer kleinen Plastik-Rose. Auf dem Waldkraiburger Volksfest ist es gute Tradition, dass sich immer mittwochs Schausteller und lokale Prominenz am Schießstand treffen.
Keine sportlichen Höchstleistungen, sondern Gaudi
Hier geht es weniger um sportliche Höchstleistungen oder um eine pinke Plastik-Rose, sondern mehr um Gaudi und den guten Zweck. Ob Bürgermeister, Stadtrat oder Chef der Stadtwerke oder Polizei – hier stellt sich jeder gerne der Herausforderung, egal ob schießerprobt oder blutiger Anfänger.
So eine ist beispielsweise Irmgard Wagner, Vorsitzende beim Verein „Frauen helfen Frauen“. „Ich habe das noch nie gemacht oder so ein Gewehr in der Hand gehabt.“ Dass sie am Ende Letzte sein könnte, stört sie aber nicht. „Das ist ja auch nicht schlecht.“
Nicht verunsichern lassen von den Schießkünsten der Profis
Von den Schießkünsten der Schausteller lässt sich keiner verunsichern, schließlich sind die ja Profis am Schießstand. Es geht viel mehr um das Dabei sein – und das für einen guten Zweck. So sieht es auch Monty Lagerin, der Chef vom Bayern-Breaker: „An die Schießbude verlaufe ich mich selten. Ich bin nicht der Beste, aber dabei sein ist alles.“ Wer am Ende mehr Schüsse ins Schwarze setzt, wird bei dem Spaß schnell zur Nebensache.
Trotzdem gab es auf beiden Seiten – Schausteller wie Promis – einen Sieger: Bei den Schaustellern gewann Jeffrey Geissler, bei den Promis nutzte Moritz Althammer als Volksfest-Organisator seinen Heimvorteil.
Austausch in lockerer Runde beim Tag der guten Nachbarschaft
Das Promi-Schießen war gleichzeitig der Auftakt für den Mittwoch-Abend auf dem Waldkraiburger Volksfest: Denn der Tag der guten Nachbarschaft ist eine gute Gelegenheit für die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen im Landkreis und Landrat Max Heimerl, sich in lockerer Runde auszutauschen. So ungezwungen lässt sich die nächste interkommunale Zusammenarbeit vertiefen. Von den kurzen, aber heftigen Regenschauern ließen sich aber weder die Bürgermeister noch die zahlreichen Besucher beim Tag der guten Nachbarschaft die Stimmung nicht vermiesen.
Vielmehr herrschte allerorts gute Stimmung. So rockte im Almrausch-Festzelt die Band „Flash Dance“ das Geschehen. Ein echter Publikumsliebling war allerdings ein ganz anderer: „Buddy“, ein gerade einmal zwölf Wochen alter Australian Shepherd-Welpe einer bekannten Mühldorfer Wirtsfamilie, eroberte im Sturm die Herzen der Festgäste.
Auch im Stauwerk-Weißbierkarussell gab es strahlende Besucher und pures Disco-Fieber gab es noch obendrauf in Mayer´s Weinlaube mit dem bekannten Malle-DJ Rick und dem Motto „Das Leben ist ein Wunschkonzert“, wo die Gäste ihre Wünsche auf einen Zettel schreiben konnten. Bis in die späte Nacht ging es fröhlich zur Sache.

