Auch für dieses Wochenende werden viele Ausflügler erwartet

Wallbergbahn: Der „frühe Vogel“ ist klar im Vorteil

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Großer Andrang herrschte am vergangenen Wochenende auf dem Wallberg. Das schöne Wetter und die optimalen Wintersportbedingungen lockten zahlreiche Ausflügler an.
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Regelrechte Menschenhorden stürmten zuletzt die Wallbergbahn in Rottach-Egern. Auch für dieses Wochenende werden viele Besucher erwartet. Dabei gilt: Wer früh dran ist, ist klar im Vorteil.

Rottach-Egern – Es hat einfach alles zusammengepasst: Das tolle Wetter, die optimalen Wintersportbedingungen und nicht zuletzt eine perfekte Thermik für die Gleitschirmflieger sorgten dafür, dass am vergangenen Wochenende ganze Menschenmassen die Wallbergbahn in Rottach-Egern stürmten. Lange Warteschlange bildeten sich so vor dem Schlittenverleih und dem Eingang zur Bahn. Auch für dieses Wochenende ist Sonnenschein vorhergesagt, Wallbergbahn-Geschäftsführer Peter Lorenz stellt sich daher erneut auf viele Besucher ein. Dass das Phänomen nicht neu ist, zeigt unterdessen eine historische Aufnahme: Auch darauf sind geduldig wartende Gäste zu sehen – damals noch mit Skiern.

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Schon in früheren Zeiten war der Andrang an der Wallbergbahn in Rottach-Egern gewaltig. Das Bild stammt vermutlich aus den Anfangszeiten des Seilbahnbetriebs. Eröffnet wurde die Wallbergbahn im April 1951 (Foto: Archiv Fotostudio Mayer, Gmund)

Es waren nicht nur die Rodler, die am vergangenen Wochenende lange Wartezeiten in Kauf nahmen, um auf den Wallberg zu gelangen. „Hinzu kamen die Sonnenanbeter und Gleitschirmflieger“, erläutert Lorenz. Immer dann, wenn auch in München Schnee liege und schon lange sonniges Wetter vorhergesagt sei, müsse man mit einem Ansturm wie diesem rechnen, weiß der langjährige Geschäftsführer, der nicht nur für die Wallbergbahn verantwortlich ist, sondern auch fürs Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee.

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Rüsten könne sich der Betreiber dafür nur bedingt. „Die Rodelbahn ist präpariert, die Parkplätze sind so gut wie’s geht vom Schnee befreit“, sagt Lorenz. Mehr sei im Vorfeld kaum möglich. Den Bestand an Leihschlitten aufzustocken, komme für ihn nicht in Frage. Das würden die Kapazitäten nicht hergeben. „Da müssten wir eine zweite Rodelbahn bauen.“ Es bleibt also bei den knapp 300 Leihschlitten, die die Bahn den Rodlern zur Verfügung stellen kann.

Einen guten Ratschlag hat Lorenz für die Wallberg-Fans aber allemal. Ähnlich wie in den Skigebieten habe auch hier der „frühe Vogel“ einen klaren Vorteil: Wer schon kurz nach Betriebsbeginn die Wallbergbahn aufsucht, spart sich lange Wartezeiten vor der Gondel und darf sich zudem über eine bestens präparierte Rodelbahn freuen. „Die ersten zwei, drei Stunden sind super“, bestätigt Lorenz. Je später der Tag, umso mehr leide bei dem großen Ansturm freilich der Zustand der Bahn.

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