2014 ist er Franz Hörmann unterlegen, jetzt will es Christian Büchlmann noch einmal wissen: Der Vize-Bürgermeister von Walpertskirchen will 2020 Chef im Rathaus werden.
Walpertskirchen – Die Freien Wähler Walpertskirchen schicken einen eigenen Kandidaten in die Bürgermeisterwahl 2020: „Ich würde gerne wieder kandidieren, wenn die Versammlung es wünscht“, kündigte Ortsvorsitzender Christian Büchlmann in der Aufstellungsversammlung am Mittwochabend im Gasthaus Büchlmann an.
Der 48-Jährige wurde zum Bürgermeisterkandidaten gekürt und auch auf den ersten Listenplatz gesetzt. „Eine Stufe wäre noch da“, sagte der amtierende Vize-Bürgermeister zu seinen Ambitionen. Der Zuspruch bei seiner ersten Kandidatur als Gemeindechef vor sechs Jahren sei für ihn ein „Fingerzeig und eine große Motivation“.
Büchlmann: Es geht nicht darum, CSU-Amtsinhaber Hörmann zu verhindern
Büchlmann betonte, dass es nicht darum gehe, den CSU-Amtsinhaber Franz Hörmann, der ebenfalls wieder antritt, zu „verhindern“. Es gehe ihm vielmehr darum, eine „zukunftsfähige Alternative“ zu bieten. „Ich möchte mein Angebot an die Walpertskirchener machen.“ In der Gemeinde soll es „solide weitergehen“. Büchlmann meinte: „Sehr viele Themen kommen von außen“. Sehr wichtig sei es ihm als Banker, „die Finanzen im Auge zu behalten“.
Zum öffentlichen Personennahverkehr äußerte Büchlmann einen Vorschlag auf Gemeindeebene: Seiner Meinung nach soll zum Sinnflut-Festival als zweitgrößtes Event am Wochenende ein Busangebot nach Erding eingerichtet werden.
Das grundsätzliche Ziel der Freien Wähler sei es, „Nichtparteimitgliedern eine Möglichkeit zu geben“ und sachorientiert zu arbeiten.
Respektvoller Umgang statt aggressivem Wahlkampf
Im Wort Wahlkampf schwingt für Büchlmann eine gewisse „Aggression“ mit. „Das braucht’s in meinen Augen nicht.“ Ein respektvoller Umgang sei hoch anzusiedeln. Für diesen Appell gab’s spontanen Applaus. Das ehrenamtliche Engagement im Gemeinderat sei eine ehrenvolle Aufgabe, „eine verantwortungsvolle und schöne Arbeit“. Büchlmann hob in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit im Gremium „über die Fraktionen hinweg“ hervor.
Die beiden FW-Räte Balthasar Lex und Elisabeth Rackl treten 2020 nicht mehr zur Wahl an. Büchlmann dankte ihnen für ihre engagierte Arbeit. Der Ortsvorsitzende selbst ist seit 2008 Gemeinderat und seit einer Wahlperiode Zweiter Bürgermeister. Zudem ist er Kassier bei den Freien Wählern des Landkreises und Schriftführer bei der Jagdgenossenschaft Walpertskirchen. Mit der Kreis-FW verbinde ihn ein lehrreicher und erfrischender Kontakt sowie ein befruchtender Gedankenaustausch, bekannte Büchlmann.
18 Personen stehen auf der Kandidatenloste
Naturzusammenhänge, das „große Ganze“ in Geschichte und Politik nannte er als weitere Interessen. Auf seine drei erwachsenen Kinder ist Büchlmann „sehr stolz“, wie er betonte. Sein 25-jähriger Sohn Maximilian, angehender Wirtschaftsingenieur und Jugendvorsitzender beim Walpertskirchener Sportverein, kandidiert als Jüngster auf der FW-Liste, um seinen Vater zu unterstützen und für „frischen Wind“ zu sorgen.
Die 18-köpfige Kandidatenriege wurde mit Vorschlägen aus der Versammlung zusammengestellt. Die ersten zehn Plätze sind doppelt gesetzt, da insgesamt 28 Plätze zur Verfügung stehen. Dass „Walpertskirchen Walpertskirchen bleibt“, war ein Wunsch, den einige Bewerber nannten. Die Wahlleitung hatte Hans Schreiner, Bockhorner Bürgermeister und gemeinsamer Landratskandidat von FW, SPD und Grünen, übernommen. Am Versammlungsende dankte Büchlmann dem Wahlausschuss und dem Kandidatenteam. Das Wahlprogramm soll gemeinsam entwickelt werden.
Die FW-Kandidaten
Christian Büchlmann, Josef Hötscher, Katharina Bublak, Josef Glockshuber jun., Peter Schuler, Georg Glockshuber jun., Martin Fertl, Martin Stangl, Verena Suchy, Erhard Widl, Maximilian Büchlmann, Bernhard Suchy, Manfred Thalmair, Magdalena Heilmair, Josef Hackl jun., Aurélian Voss, Ludwig Wimmer und Steffen Roder.
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