VonAndreas Steppanschließen
Die Jachenauer Wanderparkplätze sind beliebte Ausgangspunkte für schöne Touren. Die Gemeinde will nun die Infrastruktur für die Gäste verbessern und WC-Häusl aufstellen. Aber wie geht das ohne Wasser- und Kanalanschluss. Im Gemeinderat wurden nun Lösungsansätze diskutiert.
Jachenau – An den Jachenauer Wanderparkplätzen sollen in Zukunft mehr öffentliche WCs stehen. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag stellte Bürgermeister Georg Riesch nun eine Bio-Toilette vor, mit der man es nun wohl einmal probieren will.
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Das Grundproblem: An den Wanderparkplätzen gibt es in der Regel keinen Anschluss an Wasser und Kanal. Auf die Jachenauer Bedürfnisse passen würde daher das Modell, für das der Gemeinde nun ein Angebot vorliegt. Bei diesen Bio-WCs handelt es sich, wie Riesch erläuterte, um Holzhäuschen, hinter beziehungsweise unter denen ein großer Kunststoffbehälter installiert ist, „in den alles hineinfällt“, und zwar getrennt nach Urin und Fäkalien. Die Exkremente – sowie ein spezielles Toilettenpapier, das verwendet werden muss – verrotten laut Hersteller rückstandsfrei und geruchsneutral. Die entstehenden Gase ziehen über einen Kamin ab.
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Noch nicht so ganz vorstellen konnten sich die Gemeinderäte, wie die Reinigung ohne Wasser funktioniert. Die geht laut Hersteller „weitgehend trocken“ vonstatten.
Je nach Ausführung würde ein Bio-Klo in der Anschaffung 15 000 bis 18 000 Euro kosten. Riesch merkte aber an, dass es nicht nur auf den Kaufpreis ankomme, sondern vor allem auf die Kosten für Reinigung und Unterhalt. Der Gemeinderat war sich einig, dass man es einmal mit einem einzelnen Bio-WC probieren könne, um zu sehen, ob das Modell etwas taugt. Wo dieses aufgestellt wird, steht aber noch nicht fest. Weil es nur auf einer Bodenplatte steht und nur für den Auffangbehälter ein kleines Loch gebaggert werden muss, ließe sich ein Häuserl aber auch problemlos versetzen.
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Die höchste Wanderer-Frequenz herrscht am „Schützenhaus“-Parkplatz. Dort aber, so meinte Georg Kohlhauf, wäre wohl „etwas Massiveres angebracht“, zumal dort Strom- und Wasseranschluss am Eisplatz vorhanden seien.
