Wohl dem, der solche Nachbarn hat. Die Stadt Tölz übernimmt für die Gemeinde Wackersberg einen Teil der Kosten am neuen Wanderwegekonzept Tölzer Land Süd.
Bad Tölz – Der Grund: Die digitale Erfassung der Daten, die möglichst bald beginnen soll, sei ein wichtiges Grundlagenmaterial etwa für Wanderkarten, erklärte Kurdirektorin Brita Hohenreiter im Stadtrat. Die Stadt übernimmt maximal 5000 Euro. Damit bleibt Jachenau die einzige Kommune im Tölzer Land Süd, die sich nicht an dem Wanderwegekonzept beteiligt (wir berichteten).
Wackersberg war in seiner positiven Haltung ins Wanken gekommen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass die im Vorfeld geschätzte Kilometerzahl der Wanderwege auf Gemeindegebiet, nämlich 80, deutlich zu niedrig gegriffen war. Um den Zeitplan für die digitale Aufnahme des Katasters, die vor dem Winter abgeschlossen sein soll, nicht zu gefährden, und um einen „weißen Fleck“ im Wegenetz zu vermeiden, wolle die Stadt „schnell und unbürokratisch“ reagieren, so Hohenreiter.
So bleibt es dabei, dass Wackersberg nur die Summe von 7200 Euro netto für die ursprünglich geschätzten 80 Streckenkilometer bezahlt. Die Differenz zu den tatsächlichen Kilometern übernimmt Tölz. „Es werden eher weniger als 5000 Euro als mehr“, beantwortete die Kurdirektorin eine Nachfrage von Michael Lindmair (FWG). Peter Wiedemann (FWG) wollte wissen, ob Tölz dann auch bei der Umsetzung des Konzepts Kosten für den Nachbarn übernimmt. Die künftige Wanderwege-Beschilderung könne Wackersberg ja selbst Schritt für Schritt umsetzen, so Hohenreiter. „Die Grunderfassung der Daten jetzt ist aber für alle wichtig.“
cs