Gewitter und Kälte konnten die Besucher des Open-Air-Festivals in Penzberg nicht abschrecken. Die Pfützen wurden ganz einfach zur Tanzfläche und „Dicht und Ergreifend“ schickten am Samstag Wassertiere in die Menge.
Penzberg – Schon lange wurde auf das Open-Air-Festival im Rahmen des 100-jährigen Stadtjubiläums in Penzberg hingefiebert. Ein ganzes Wochenende lang gaben berühmte Bands und Solokünstler in der Berghalde ihre Hits zum Besten. Am Freitag die AC/DC Cover-Band „We salute you“, am Samstag die Mundart-Rap Kombo „Dicht & Ergreifend“ und am Sonntag Max Giesinger, einer der gefragtesten deutschen Pop-Künstler.
Am Freitagabend wurde die Stimmung ein wenig von der Wetterlage getrübt. Als der Einlass begann, hatte das Gewitter zwar aufgehört, es regnete dennoch den ganzen Abend in Strömen. Darunter litt auch die Beleuchtung der Toiletten, die bis zum Schluss nicht mehr funktionierte.
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Als „We salute you“ um 20 Uhr auf die Bühne kommen, stellen sich die meisten Besucher bei den viel gelobten Essensständen wie der „Burger Insel“ oder dem „Loisachtaler Bauernladen“ unter. Doch spätestens als die ersten Klänge von „Back in Black“ über den Platz donnern, ist der Regen vergessen und die AC/DC- Fans rocken zusammen mit Leadsänger Grant und Leadgitarrist Nick.
Auch am Samstag startet das Festival mit schlechtem Wetter. Nachdem aber die beiden Vorbands „Monaco F“ und „Heischneida“ die Besucher in Stimmung gebracht haben, reißt der Himmel genau in dem Moment auf, als „Dicht und Ergreifend“ die Bühne betreten.
Bei den tiefen Tubatönen, vermischt mit Techno-Beats und bayerischem Rap, kann niemand mehr die Füße stillhalten. Die riesige Regenpfütze vor der Bühne dient als Tanzfläche, und die Band fordert dazu auf, sich gegenseitig nasszumachen, „weil es eh scho wurscht is“.
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Viel Spaß haben die Fans, als das Rapduo „Lef Dutti“ und „George Urkwell“ zwei Jungs auf aufblasbaren Gummitieren über die Köpfe des Publikums reisen lassen. Die Lieder des neuen Albums „Ghetto mi nix o“ sind durchaus sehr politisch, die Zuschauer werden aufgefordert, CSU und AfD den Mittelfinger zu zeigen. Eine Person, die anscheinend den Hitlergruß zeigt, wird von der Band zum Gehen aufgefordert.
Auch die Organisation stimmt und wird von vielen Besuchern gelobt: die Verpflegung ist super, Toiletten und Parkplätzen ausreichend vorhanden. Das eigentliche Highlight des Wochenendes – der Auftritt von Max Giesinger – war für den Sonntagabend geplant. VON THERESA PFUND